Die winterliche 3hfa-Dauerausstellung auf Schloss Moritzburg

Wird ab 2015/16 wohl wirklich zur Dauerausstellung

"Von nun an wird das Märchen immer im Winter am einstigen Drehort lebendig. Dann können große und kleine Besucher in die Geschichte des schönsten Wintermärchens aller Zeiten eintauchen" steht auf der Webseite von Schloss Moritzburg.


Yay!


Vom 7.11.2015 bis zunächst 28.2.2016 und dann jeden Winter wird eine Drei Haselnüsse für Aschenbrödel-Ausstellung im Schloss zu besichtigen sein. "Direkt am authentischen Drehort kann man hier den Zauber eines der schönsten Märchenfilme entdecken, in Erinnerungen schwelgen oder einfach nur seine Lieblingscharaktere anschmachten." Nett. Es gibt auch wieder ein Begleitprogramm für  Kinder im Schlossturm und erstmals können zur selben Zeit (allerdings nur im Rahmen von Führungen) auch die "normale" Barockausstellung und das endkrasse Federzimmer besichtigt werden, die in den vergangenen Jahren für die Aschenbrödel-Ausstellung immer geschlossen worden waren.


Was folgern wir daraus? Soo groß, also auf so viele Räume verteilt, wird die Ausstellung nicht werden, aber es sind ja noch genug Räume im Schloss übrig, gerade in den oberen Etagen, und bisher haben die Ausstellungsmacher immer den Ehrgeiz gehabt, Neues zeigen zu wollen. Unter neuer und ebenfalls sehr engagierter Leitung wird sicher auch diese Ausstellung ein Hammer. Ich freu mich darauf!


Vierte 3hfa-Ausstellung 2013/14

Vom 16. November bis 2. März läuft wieder die große Aschenbrödel-Ausstellung auf Schloss Moritzburg. Eintritt 7 EUR (diverse Ermäßigungen, Familienpreis usw.), Fotoerlaubnis 1 EUR

Diesmal ist das Motto "Aschenbrödel - ein Mythos?!" Da sag ich nur: Ja klar, was soll das Fragezeichen!!

 

Die Ausstellung bietet diesmal wirklich sehr unterschiedliche Eindrücke. Gleich hinter dem Kassenhäuschen geht es noch recht verhalten und etwas trocken los. Auf einigen Texttafeln kann der Besucher sich darüber informieren, wie es zur Verfilmung kam. Aufgelockert durch einige dekorative Figuren, wie den Prinzen höchstselbst oder eine Oma im Sessel mit einem dicken Märchenbuch auf den Knien, die irgendwas vorliest.

Weiter gehts in den ersten Stock des Schlosses, wo man in eine Traumwelt eintaucht. "Willkommen im Reich der Sehnsüchte" heißt es dort. Diverse Sehnsüchte, die der Zuschauer mit 3hfa verbindet werden nun sichtbar und hörber dargestellt, z. B. die Sehnsucht nach Selbstvertrauen, nach Gerechtigkeit und nicht zuletzt nach Liebe, um nur einige zu nennen.

 

Am Ende kann jeder, der möchte, einen Wunsch auf einen Zettel schreiben und an eine Pinnwand heften. Da lohtn sich das Lesen!! Von "ein Pony" in ungelenkem Gekritzel bis "Dass mir mein Familienglück noch lange erhalten bleibt" in druckreifer Schreibschrift ist alles dabei.

 

Danach gelangt man in den großen Saal in dem wieder sehr viele Originalkostüme ausgestellt sind, garniert mit einer Figurengruppe des Königspaares und seinem Gefolge während des Balls in nachgeschneiderten Kleidern. Da ich immer wieder feststellen muss, dass die Besucher ÜBERHAUPT nicht mitbekommen, was Original und was nachgemacht ist hier ein Tipp: Alles in Vitrinen ist original. Darüberhinaus lohnt sich ein scharfer Blick: Sieht das Stück leicht abgewetzt, ein wenig ausgeblichen, vielleicht auch ein ganz kleines bisschen fleckig aus ist es echt.

Durch einen Maskenbildner-Arbeitsplatz, wie er in den 70ern am Set üblich gewesen sein dürfte und an dem kleinen Modell des Ballsaals vorbei (vergesst nicht, die Kurbel zu drehen!) kommt man über eine weitere Treppe zum Musikzimmer mit den Originalinstrumenten aus der Ballszene und vielen Infos zum Komponisten inklusive einer Hörtsation sowie dem Kinoraum, in dem man mehrere Stunden sitzen kann, bis man alles gesehen hat (was sich leider lohnt, also bringt Sitzfleisch mit - Gruß an Christian von hier aus) und ein Zimmer mit Infos zu den Schauspielern von Prinz und Aschenbrödel und einem Würfellegespiel im XXL-Format.

 

Natürlich ist auch wieder Aschenbrödels Dachboden dabei und man erfährt, wie es bei den Dreharbeiten so zuging. Neu ist eine Ecke zum Verkleiden dazu gibt es zwei Polstersessel und einen Baldachin, damit man dann auch schöne Fotos machen kann. Schade nur, dass niemand dem daneben aufgestellten Pappaschenbrödel den einen Euro in seine Tasche wirft, um den es doch so nett bittet.

 

Endlich geht es dann ganz nach unten in die Schlossküche wo man sich zu guter Letzt bei einem Kaffee und herzhaften oder süßen Speisen aufwärmen kann bevor man nach draußen tritt um festzustellen, dass man genau vor DER Treppe steht - nicht zu verfehlen eigentlich, denn auch diesmal ist wieder der goldene Schuh dort festgeschraubt und lädt zum Fotografieren ein.

Finde ich fast noch besser als letztes Jahr!

 

Wer sie besuchen möchte, dem seien zwei Ratschläge gegeben:

 

Fahrt mit dem Auto! Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man zwar von Dresden nach Moritzburg, es ist aber nicht lustig.

 

Kauft euch vorher Zeitfenstertickets (z. B. bei den bekannten Online-Vorverkaufsstellen). Die gelten meist eine Stunde lang, also z. B. von 14 bis 15 Uhr, das bedeutet, man wird in diesem Fall zwischen 14 und 15 Uhr reingelassen und kann so lange in der Ausstellung bleiben, wie man möchte. MAN MUSS DANN NICHT ANSTEHEN! Und das Anstehen sollte man auch unbedingt vermeiden, denn um das Schloss herum zieht es wie Hechtsuppe und ist im Winter bitterkalt.

 

Ob es nun wirklich das letzte Mal ist, dass Aschenbrödel auf der Schlossinsel gastiert, wage ich zu bezweifeln, denn wie sagte Schlossherrin Frau Möbius in einem MDR-Beitrag: "Ob wir wollen oder nicht, dieser Film ist jetzt Teil der Kulturgeschichte des Barockschlosses Moritzburg."

Dritte 3hfa-Ausstellung vom 10.11.2012 bis 03.03.2013

(Danke an Crischanti für die Fotos!)

 

Während das Jagdschloss Moritzburg bei Dresden im Sommer als Barock-Museum und Festivalort dient, wird es im Herbst für kurze Zeit geschlossen um den starken August wegzuräumen und Platz für Aschenbrödel zu machen.

 

 

Die nächste Auflage der 3hfa-Dauerausstellung wartete mit neuen Schwerpunkten auf. Regisseur Vaclav Vorlicek und Komponist Karel Svoboda bzw. die Filmmusik sollten in den Vordergrund gestellt werden. So war es passend, dass man aus Barrandov diesmal viele Kostüme aus tschechischen Märchenfilmen und Kinderserien ausleihen konnte, die Vorlicek zu verantworten hatte. Rumburaks Zaubermantel war genauso darunter, wie die Kleider der gesamten königlichen Familie aus "Arabela" bzw. " Die Märchenbraut". Auf Plakattafeln konnte man die Fakten nachlesen, aber auch Anekdoten, z. B. diese hier: Eines schönen Drehtages wollte Vorlicek unbedingt zum Schluss noch eine Großaufnahme vom Zauberring haben. Leider fiel ihm das ein, als die Schauspieler schon weg waren. Daher musste er nun selber das Kostüm anziehen und seine Hand in die Kamera halten. Man sieht also in der beliebten Serie sozusagen ein Hand-Cameo des Regisseurs.

Von Karel Svobodas Witwe hatte das Schloss einen Flügel des Meisters zur Verfügung gestellt bekommen. Im selben Rau war von einem Dresdner Orgelbauer die kleine Orgel bzw. das Manual nachgebaut worden, die man im Film sehen kann. Der gleiche Mann hatte das Ausstellungsteam auf einen Sammler seltener und alter Musikinstrumente gebracht. Dieser wiederum hatte damals dem Filmteam die Instrumente für die Ballszenen ausgeliehen und im Film auch noch selber das kleine Orchester dirigiert. Die Instrumente hatte er noch und diesmal lieh er sie dem Schloss.


Natürlich gab es auch Altbewährtes, z. B. die Originalkostüme von Prinz und Aschenbrödel, aber auch das tanzende Paar Aschenbrödel und Prinz in nachgeschneiderten Kostümen, den Miniaturballsaal, inzwischen mit einer Kurbel versehen, mit der man den Mini-Präzeptor auf den Boden klopfen und den Prinzen mit Kleinröschen zum Tanzen bringen konnte. Aber auch Neues, so ein großes Modell von Burg Svihov, dem Gut der Stiefmutter, bei dem man durch einen Knopfdruck die für den Film angebauten Kulissen erscheinen und wieder in der Bodenplatte verschwinden lassen konnte.

 

Insgesamt eine stimmige und schöne Ausstellung mit doch wieder neuen Schauwerten und das, wo man doch immer denkt, bei so einem alten Film könnte es gar nichts Neues mehr geben. Die Moritzburger Ausstellungsmacher beweisen aber jährlich das Gegenteil!


 

 

Neue 3hfa-Dauerausstellung auf Schloss Moritzburg

 

Die SZ meldete am 18. August 2010 "Aschenbrödel wird bald zum Dauergast bei August dem Starken in Moritzburg, sein Jagdschloss sich künftig jeden Winter in ein Märchenschloss verwandeln."
(Danke an Jörg aus Berlin und Axel aus Dresden für den Tipp!)

 

In den Pressemitteilungen des Schlosses konnte man lesen: Ab dem 5. November 2011 wird auf Schloss Moritzburg eine Aschenbrödel-Dauerausstellung beheimatet sein. Schon während des großen Erfolgs der Sonderausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (s.u.) mit über 158.000 Besuchern in fünf Monaten wurde dem Team um Kuratorin Margitta Hensel klar, dass die mit viel Liebe und finanziellem Aufwand beschafften und extra für die Ausstellung angefertigten Exponate mehr verdient hätten, als eine einmalige Ausstellung. Man fasste den Plan eine Dauerausstellung zu gründen.

 

Die unglaublichen Besucherzahlen und nicht zuletzt die damit verbundenen Einnahmen überzeugten auch die staatliche Schlösserverwaltung. Ein weiterer Raum im Schloss muss ausgebaut werden und es war geplant, dass die Besucher dann jeden Winter im "Schloss des Prinzen" ihrem Filmtraum nachhängen können. (Danke an Renate für die Korrektur!)

 

Während der Sonderausstellung im Winter 2009/2010 waren viele Ideen von den Besuchern an das Ausstellungsteam herangetragen worden und einige davon konnten für die Dauerausstellung umgesetzt werden.

An der Umsetzung wurde lange und hart gearbeitet. Die neue Ausstellung sollte viel größer sein, als die erste und praktisch das gesamte Schloss einnehmen. Daher würde auch der offizielle, kommerzielle Aschenbrödel-Ball diesmal erst im März stattfinden (dann allerdings gleich zweimal, die Nachfrage scheint zu stimmen und das Programm gefällt).

 

Das Ausstellungs-Team hat nach zähen Verhandlungen mit Barrandov, die sehr harte Auflagen für das Ausleihen der Kostüme machten, eine Einigung erzielt, so dass viele Originalkostüme, u.a. die Ballkleider von Aschenbrödel, Dora, Kleinröschen und Prinz angekündigt werden konnten. Inzwischen ist es allerdings auch in Barrandov möglich geworden, ein Führung durch den Fundus zu buchen.

 

Die nachgeschneiderten Kostüme von der letzten Ausstellung hingen in Moritzburg natürlich auch noch im Schrank. Man sammelt überdies antike Möbel und andere Ausstattung, um der Stube der Stiefmutter und anderen Filmszenen, die man nachempfinden wollte, das richtige Flair zu geben.

 

Außerdem sollte es auf jeden Fall einen neuen Dokumentationsfilm aus Potsdam unter Leitung von Herrn Fleischer geben! Wieder kommen sowohl deutsche als auch tschechische Beteiligten zu Wort.

 

Aber auch hinter den Kulissen hat sich einiges geändert. Für so viele Leute und so eine ungewöhnliche Nutzung des Gebäudes musste die Schlösserverwaltung ein neues Sicherheitskonzept erarbeiten. Und auch das lange Anstehen für Karten ist besser geregelt: bei eventim kann man Zeitfensterkarten vorbestellen. Ihr seht, im Schloss nimmt man sich des Themas nicht nur an, weil es Geld bringt, sondern man ist mit dem Herzen dabei. Dafür mal ein dickes Lob von hier aus!!

Wie Dieter aus Dresden bemerkte (danke für die Fotos), steht der große Schuh inzwischen auch wieder vor dem Haupteingang. In den haben sich letztes Mal immer die Kinder, die das Schloss besuchten, hineingesetzt. Das hat dem Schuh gar nicht gut getan und daher hat man ihn neuerdings mit einer Plexiglasscheibe abgedeckt. Nun werfen die Besucher Geld hinein - sicher keine schlechte Idee.

 

Im Dresden-Fernsehen gab die Kuratorin der Ausstellung am 31. August 2011 ein Interview.

Zur ersten 3hfa-Sonderausstellung gibt es übrigens inzwischen eine schöne DVD!

 

 

Die erste 3hfa-Sonderausstellung auf Schloss Moritzburg!

158.000 Besucher in 5 Monaten...

Ausstellung

Eröffnungsfeier

keine Prager Kostüme

 

 

Die Ausstellung

Vom 10. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010 wurde in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Dresden und den Filmstudios Babelsberg "Die Ausstellung zum Kultfilm" gezeigt.

 

Den Pressetext könnt ihr ja selber lesen. Hier kommt die Fan-Version:

Das Barockschloss Moritzburg ist eine der zahlreichen Attraktionen der Dresdner Kulturlandschaft. Leider liegt es ein wenig außerhalb, so dass viele Dresden-Touristen es eher nicht besuche - wenn man nur einen oder zwei Tage Zeit hat, scheinen andere Sehenswürdigkeiten wichtiger zu sein. So ein Blödsinn! Viele derjenigen, die doch mal hinfahren, kommen aber wohl auch wegen Aschenbrödel vorbei und? haben dann regelmäßig nachgefragt, welche Treppe die richtige sei und ob man mal den Tanzsaal aus dem Film sehen könnte. Nach vielen solcher Fragen, einigen TV-Drehs und Veranstaltungen, die irgendwas mit 3hfa zu tun hatten, hat man dann wohl das Potenzial erkannt und ENDLICH mal gewürdigt.

 

Allerdings sollte es noch drei Jahre dauern, bis die Ausstellung fertig war. Die aber haben sich gelohnt! Den Tanzsaal, zum Beispiel, der 1972 nur eine Kulisse war und sich gar nicht in Moritzburg, sondern in den Filmstudios Babelsberg befand, kann man im Rahmen der Ausstellung nun doch auf dem Schloss sehen. Aber das ist nicht alles!

 

Zurück in die 70er

In den Sonderausstellungsräumen im zweiten Obergesschoss des Schlosses betreten die Fans die guten alten 70er Jahre. Immerhin wurde der Film 1972/73 gedreht. Wer sich noch nicht eingehender mit den Hauptakteuren beschäftigt hat, kann das hier nachholen: Neben praktisch allen Sprechrollen werden auch der Regisseur Václav Vorlícek, Komponist Karel Svoboda, die Autorin der Märchenvorlage Božena Nemcová und Kostümbildner Theodor Pištek vorgestellt. Dem Ausstellungteam ist es dabei gelungen, noch das eine oder andere Neue herauszufinden.

 

Aus heutiger Sicht zwischen lächerlich und liebenswert sind die (deutlich sichtbaren) Tricks im Film. Sie werden anschaulich erklärt und auch die Tiere kommen nicht zu kurz.

Die Texte, die s?owohl in Deutscher als auch in Tschechischer Sprache verfasst sind, enthalten aber keine nüchterne Aufzählung trockener Fakten, sondern Geschichten und Anekdoten. Wer möchte, kann also alle Details des Filmalltags und die spannendsten Stories aus dem wahren Leben der Beteiligten nachvollziehen.

 

Bemängeln kann man eigentlich nur die Größe der Ausstellungsräume. Sie sind relativ eng und am ersten Wochenende bekamen nicht alle Besucher, die sich die Video-Dokumentationen ansehen wollen, einen Sitzplatz. In der Woche dürfte das aber kein Problem sein.

 

Märchen haben auch eine Geschichte

Da ja gerade Sommer war und die letzte Ausstrahlung von 3hfa schon fast ein Jahr her ist, gibt es eine kurze Zusammenfassung des Films. Die Bedeutung der Märchen und die Geschichte dieses speziellen Märchens werden beleuchtet und dabei kommt so einiges zu Tage! Das Aschenbrödel-Motiv durch die Zeiten und die Völker zurück zu verfolgen ist schon ein Abenteuer für sich.

 

Drehort Moritzburg

Wir sind auf Schloss Moritzburg, sozusagen an der Quelle der Information. Alles, was hier passierte, konnte die Schlösserverwaltung mit Hilfe von Zeitzeugen und anderen Quellen nachvollziehen. Dabei passierte einer der typischen Zufälle, die uns hier schon öfter weitergebracht haben: Die Kuratorin der Ausstellung, Frau Hensel, beauftragte einen Bekannten mit irgendeiner Arbeit für die Ausstellung (was es war, habe ic?h vergessen). Der fragte, wofür der Auftrag gedacht wäre und als er hörte, dass es um 3hfa ging sagte er: "Ist ja lustig, mein Vater war damals auch dabei, der hat noch Fotos davon, willst du die haben?" Klar!! Und so könnt ihr in der Ausstellung einige einzigartige Schnappschüsse von den Dreharbeiten auf Schloss Moritzburg sehen.

 

Außerdem kommt auch heraus, wer die drei Prinzen beim gefährlichen Ritt die Schlossrampe hinunter gedoubelt hat. Kleiner Sahnetupfer dazu: Das Double von Viteszlav Jandak, ehemaliger Kulturminister in Tschechien, heißt Ulrich Junghanns und ist heute Wirtschaftsminister in Brandenburg. Im Winter 1972/73 hatte er gerade die Schule beendet und eine Ausbildung zum Pferdewirt am Moritzburger Gestüt begonnen...

Von diesem Ausstellungsraum aus werdet ihr einen einzigartigen Blick in den Festsaal des Schlosses haben!

 

Im Folgenden werden auch die anderen Drehorte kurz vorgestellt. Dabei ergab sich mal wieder in letzter Minuten eine Sensation: Chefrechercheurin Loona-Night hatte einen knappen Monat vor der Ausstellungseröffnung zwei grandiose Fotos von der Burg Svihov - dem Hof der Stiefmutter - im Netz entdeckt. Sie zeigen Schnappschüsse von den Dreharbeiten. Sofort habe ich den Kastellan angeschrieben, der aber gerade im Urlaub war. So bekamen die Ausstellungsmacher erst eine Woche vor dem Eröffnungstermin einen Download von 10 Fotos von den Dreharbeiten auf Svihov geschickt, die sie für die Ausstellung verwenden durften und tatsächlich noch eingearbeitet haben.

 

Originale aus Babelsberg

Aus den Babelsberger Filmstudios (ehem. DEFA) bekam die Schlösserverwaltung mehrere Originalkostüme zur Verfügung gestellt, darunter der "Fledermaushut" der Stiefmutter und das "Wurstärmelkostüm" des Königs. Diese Stücke waren noch nie öffentlich zu sehen! Ergänzt werden diese über 30 Jahre alten Kostbarkeiten durch aktuelle Arbeiten engagierter Fans, die in ihrer Freizeit einzelne Kostüme nachgeschneidert haben. Leider müssen wir aus bekannten Gründen auf die Prager Kostüme verzichten, die aber angeblich nächstes Jahr in Berlin zu sehen sein sollen.

 

Außerdem hat Frau Fleischer, bewaffnet mit einer dicken Mappe voller Screenshots, bei tagelanger Suche im Babelsberger Kleinrequisiten-Fundus noch mehrere Töpfe, Schüsseln, Kerzenständer usw. gefunden, alles Originale aus dem Film, die das Märchen jetzt begreifbar machen! Ein Beispiel seht ihr rechts. Mal sehen, ob ihr den Krug in der Ausstellung findet...

"Und Sie müssen wir auch vorstellen."

 

Mich? Nee, keinesfalls! Stattdessen haben wir lieber vorgestellet, was die Fans so tun, um ihr Stück vom Märchentraum zu leben. Dazu gehören neben einigen Kostümen, die sich Fans für die Aschenbrödel-Party genäht haben, den Ergebnissen von Christophs Pferderecherchen und Loona-Nigths selbstgefertigtem Filmschmuck auch eine Texttafel mit ein paar Geschichten aus dem Leben.

 

Video zur Ausstellung: Meissen-Fernsehen


Programmtipp von Herrn Fleischer: "Übrigens - am 29.Oktober um 22.05 Uhr kommt im MDR - Kulturmagazin artour ein Beitrag zur Ausstellung. Ich habe dafür Ausschnitte von den Interviews Hoppe, Vorlicek, Travnicek zur Verfügung gestellt."

 

Zwei Audio-Beiträge zur Ausstellung: MDR

 

Presseartikel zur Ausstellung:

Und das Beste: Über die Ausstellung gibt es eine schöne DVD (s. u.)!

 

Eröffnungsfeier am 9. Oktober

Am Freitag vor dem offiziellen Ausstellungsbeginn gab es eine Eröffnungsfeier für geladene Gäste, darunter auch diejenigen, die irgendwas für die Ausstellung gemacht haben.

Bei schönstem Wetter strömten die Massen zum Schloss um auf die Ankunft der Prominenz zu warten, darunter neben einigen deutschen und tschechischen Politikern auch der Regisseur, der Prinz und der König.

 

 

 

Die Wartezeit wurde verkürzt durch Haselnusskekse (natürlich mit drei Haselnüssen drauf) und Kolatschen, die fachgerecht auf einem Brett durch die Menge getragen wurden, außerdem gab es ein kleines Tanzstückchen des Moritzburger Kindergartens zu sehen, der als Täubchenschar auftrat.

 

 

 

 

 

Und dann endlich fuhr die Kutsche mit den hohen Herrschaften vor.

 

   

 

   

 

 

Die Kutsche gehörte zur Ausstellung, daher wurden die Pferde abgespannt und die Kutsche schnell noch ein bisschen gesäubert und dann in den Eingangsbereich des Schlosses gerollt.

 

Das Original ist leider bei einem Brand auf dem Moritzburger Gestüt im Jahr 1992 zerstört worden. Nur einige wenige Teile blieben übrig, aber die hat man beim Neubau der Kutsche verwendet (erinnert ein bisschen an die Frauenkirche, oder?). Die Besucher können also doch so ein bisschen Geschichte schnuppern, wenn sie die funkelnagelneue Kutsche ansehen.

 

Für die Fotos danke ich Christoph, der schon nachmittags anreisen konnte.

 

   

 

 

Die Feier fand in dem sonst als Ausstellungsraum genutzten Monströsensaal des Schlosses statt, in dem nicht alle Platz fanden. Daher hatte man eine Kamera aufgebaut und übertrug die Ansprachen in den Nebenraum, den Steinsaal, in dem viele Menschen n?ur noch einen Stehplatz bekommen hatten. Als die Ehrengäste noch einmal begrüßt wurden, stand Rolf Hoppe auf, packte Pavel Trávnícek am Arm und beide zeigten sich dann auch dem Publikum im Steinsaal - eine Geste, die mit Jubel und Applaus bedacht wurde. Im Anschluss kam natürlich auch Vorlícek einmal hinaus zu den Gästen im zweiten Saal.

Alle Ansprachen wurden entweder auf Tschechisch oder auf Deutsch übersetzt, je nachdem, welche Sprache der jeweilige Redner sprach. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir der sächsische Staatssekretär für Finanzen, Dr. Voß und der Tschechische Generalkonsul in Dresden, Tomáš Podivínský. Dr. Voß führte zum Abschluss seiner Rede aus, dass er aus dem Westen, nämlich aus der Gegend um Kassel stamme, und auch in Westdeutschland habe 3hfa beginnend mit der ersten Ausstrahlung im West-Fernsehen im Jahr 1975 viele Freunde gefunden, die gerne einmal die schönen Drehorte wie das Schloss Moritzburg hätten besuchen wollen, was ja nicht gegangen wäre, und so habe dieser Film und diese Ausstellung, die jetzt von allen, Westdeutschen, Ostdeutschen und Tschechen besucht werden könne, eine weitere postive Bedeutung, gerade für Deutschland, bekommen.

 

Generalkonsul Podivínský, der selbstverständlich fließend Deutsch spricht, hier aber "des Protokolls wegen" in seiner Muttersprache sprechen sollte, begrüßte - weiterhin streng dem Protokoll folgend - zunächst den Herrn König und den Herrn Prinzen und danach erst die übrigen hochrangigen Politiker und Würdenträger.

 

Später erzählte er, dass er es seiner Oma, seiner Mutter, seinen Tanten, Schwestern und Kusinen zu verdanken habe, dass er den Film kennte. Er habe ihn am letzten Weihnachten zusammen mit sein?er Familie im Fernsehen angesehen, dabei war auch sein 6-jähriger Sohn. Der sei zwar nicht ganz so begeistert gewesen, wie die Frauen der Familie, habe aber an der Stelle an der die Haselnüsse ins Spiel kommen aufgemerkt. Die Familie war gerade dabei, sich ein neues Auto anzuschaffen und die möglichen Finanzierungen wurden noch diskutiert, aber als der Sechsjährige sah, wie Aschenbrödel aus den Nüssen Geschenke erhielt habe er gesagt: "Papa, können wir nicht irgendwoher solche Nüsse bekommen? Dann können wir uns auch einen BMW leisten!"

 

Ein sehr sympathischer Mensch! Aber die anderen Redner waren auch durchweg nett und die Stimmung positiv. Frau Möbius, die Leiterin des Schlosses, nutzte denn auch die Gunst der Stunde und erklärte, dass ihre Mitarbeiter alle mit Liebe und sehr viel Engagement bei der Sache gewesen wären und man viele Exponate extra für die Ausstellung habe anfertigen lassen. Diese könne man nun unmöglich nach drei Monaten wegwerfen, hingen doch jedermanns Herz inzwischen an diesen Stücken. Daher wolle man nach dem zehnten Januar eine Dauerausstellung errichten und dazu, lieber Herr Finanzminister, müssten noch einige Räumlichkeiten im Schloss ausgebaut und Technik angeschafft werden.

 

Der Herr Finanzminister hat wohl nicht ganz so viel Unterstützung zugesagt, wie nötig wäre (kein Wunder in diesen Zeiten), denn inzwischen gibt es einen Spendenaufruf zu Gunsten der geplanten Dauerausstellung.

 

Die Veranstaltung wurde durch die Gesangsdarbietung von Carinha aufgelockert und einem Tanz einer Dritten Klasse zusammen mit zwei Schauspielern, die in die entsprechenden Kostüme gekleidet den Prinzen und Kleinröschen darstellten - allerdings hatte die Dame nicht ganz die passende Statur ;-). Am Schluss wurden Hoppe, Trávnícek und Vorlícek noch mit dem für diese Gelegenheit erfundenen "?;Märchenorden" geehrt.

Aus einem Vogelpark war eine "Jägerin" angereist, die ein ganz braves Käuzchen dabei hatte. Alle Kinder durften es mal streicheln, das war natürlich toll.

 

Nachdem alle Ansprachen gehalten und jedes Lob verteilt war, konnte man die Ausstellung besichtigen oder aber in der Eingangshalle ein Schnittchen essen und sich ein Getränk oder zwei leisten. Im rückwärtigen Teil der Halle steht ein großes Poster, eine Abschlussarbeit einer Absolventin der Fachschule für Gestaltung.

 

Ich stand ein wenig unschlüssig herum, denn ich war leider zu spät gekommen (und das bestimmt nicht freiwillig) und wusste nun nicht so genau, wohin. Hunger hatte ich nicht, also erst mal in die Ausstellung. Man musste noch ein Stockwerk nach oben steigen und zwar über eine sehr hübsch geschmückte Treppe.

 

Oben war der Teufel los, viele Menschen drängten durch die Ausstellungsräume, allen vorweg der König und der Prinz mit seiner Dolmetscherin. Vor allem der Prinz kam kaum vorwärts, da er ständig von begeisterten Frauen umringt war und für eine ganze Menge Fotos posieren musste, was ihm aber sichtlich Spaß gemacht hat. Später soll er sich noch ganz begeistert von der Veranstaltung geäußert und gemeint haben, dass ihm in Tschechien noch nie so eine Ehrung zuteil geworden wäre.

 

Da er sowohl beuflich als auch privat immer wieder Probleme hat und vor allem damit in der tschechischen Regenbogenpresse auftaucht, wa?r es für ihn sicher eine schöne Erfahrung, einmal wirklich nur gemocht zu werden. Und warum auch nicht, immerhin ist er der Schwarm einer ganzen Generation.

 

Aber es waren auch andere damals Mitmirkende geladen, darunter Vertreter des Moritzburger Gestüts und Frau Marion Becker mit ihrem Mann. Sie doublelte 1972 das Aschenbrödel beim Ritt die Schlossrampe hinunter. Freundlicherweise ließ sie sich im "Stall" fotografieren. Vielen Dank!

 

Und dann sagte jemand hinter mir "Kathrin?" Es war Katja (bekannt aus dem Forum als Loona-Night), die mit ihrem Freund extra für diesen Abend aus Wales angereist war. Natürlich mit der entsprechenden Frisur, sie sie sich vorher hatte machen lassen. So konnte sie zwar nur im Sitzen schlafen, aber das war es ihr wert.

Nachdem wir dann zwei-, dreimal durch alle Räume gegangen waren (und noch lange nicht alles gesehen hatten - es war ja so voll!) wollten wir dann auch mal etwas von den Prominenten haben.

 

Unten war Rolf Hoppe umringt von Menschen dabei, an einem Stehtisch Autogramme zu geben. Er kam gar nicht bis zu den drei bequemen Korbsesseln, die extra für die Signierstunde aufgestellt worden waren. Dort saßen später dann aber Vorlícek und Trávnícek und signierten alles, was ihnen unterkam. Die beiden hatten richtig Spaß, auch wenn für Herrn Trávnícek alles erst mal übersetzt werden musste, da er kein Deutsch spricht.

 

Katja hatte sich vorbereitet und diverse Screenshots aus dem Film als Fotoabzüge dabei, auf die sich beinahe die autogrammgierige Menge gestürzt hätte. Sie hat jedenfalls ihre Mission erfüllt.

Endlich traf ich auch Frau Hensel, die Kuratorin der Ausstellung. Sie berichtete mir später, dass am ersten Tag 1.200 Menschen die Ausstellung gesehen haben und am Sonntag sogar 3.000. Damit hat wohl keiner gerechnet, aber das zeigt, wie groß das Interesse ist.

Am Samstag haben Katja und ich uns noch einmal am Schloss getroffen und es kam auch Christoph, den ich am Eröffnungsabend nicht gefunden hatte. Irgendwie haben wir uns beide verpasst, aber nun konnten wir zusammen mit Frau Hensel noch einmal in Ruhe durch die Ausstellung gehen. Später trafen wir noch Carola, die extra für den ersten Ausstellungstag angereist war. Leider mussten wir ihr sagen, dass alle Prominenten gestern schon da gewesen waren, aber wir hatten trotzdem noch einen schönen Tag, den wir auch für ausgiebige Fotos an den historischen Stellen nutzten. Dabei warf Christoph noch die Frage auf, ob bestimmte Filmstellen doch vielleicht an der anderen Treppe (es gibt zwei rechts herum laufende an der symmetrischen Schlossanlage) gedreht worden sein könnten. Er hatte die Cavallo-Ausgabe mit dem Kalif-Artikel dabei um ein Setfoto mit den örtlichen Gegebenheiten zu vergleichen. Ergebnis: Nein, es wurde alles an der Ostseite gedreht.

 

Der Tag ging viel zu schnell vorbei. Irgendwann musste Christoph wieder nach Hause und auch Carola fuhr ab. Katja und ich haben uns im letzten Tageslicht noch die moritzburgrelevanten Filmstellen auf ihrem tragbaren DVD-Player angesehen - mit Blick auf das Schloss. Dann musste auch ich leider ins Auto steigen um die 500 km wieder zurück zu fahren *seufz*...

 

 

 

Aschenbrödel-Ausstellung auf Schloss Moritzburg ohne Prager Kostüme

Während der Planungen versuchte das Team von Schloss Moritzburg vergeblich, die Prager Kostüme auszuleihen.

Leider sind die Kostüme aus Tschechien schwer zu bekommen. Völlig zu Recht sind Aschenbrödels und des Prinzen Kostüme in Tschechien zum nationalen Kulturerbe erklärt worden. Das führte allerdings dazu, dass die Kostüme nur zu horrenden Preisen und mit extrem hohen Kautionen (von den Versicherungssummen ganz zu schweigen) von Barrandov an Moritzburg ausgeliehen werden sollten. Die Bedingungen waren für die Sächsiche Schlösserverwaltung absolut untragbar.

Nach Deutschland hat Barrandov die Kostüme in der Vergangenheit überhaupt nicht verliehen. Und so drängt sich der Verdacht auf, dass man in den tschechischen Filmstudios keinen Wert auf eine grenzübergreifende Kooperation legt. Das finde ich sehr schade. Nach mehreren Anläufen haben die Barrandov Studios mir gegenüber dann auch noch erklärt, die Kostüme seien alle das ganze Jahr 2009 über ausgebucht.

 

Das mag für Aschenbrödels (auch die Replik ist geschützt), Kleinröschens und Doras Ballkleid, das Brautkleid, das gold-blaue Kostüm des Prinzen und meinetwegen auch die drei Schuhe stimmen, aber es gibt auch noch einige andere Kostüme und ich konnte mir nicht vorstellen, dass die alle ausgebucht sind. Fakt ist aber, dass selbst wenn einige Stücke frei gewesen wären, die Ausleihe für drei Monate sehr teuer geworden wäre und so hat man die Bemühungen um diese Stücke dann eingestellt.

 

3hfa-Kostüme auf Wanderausstellung
Die Kostüme von Aschenbrödel und Prinz sind zusammen mit anderen Kostümen aus erfolgreichen tschechischen Märchenfilmen aus dem Kulturerbe zu einer Wanderausstellung zusammengefasst, die im Winter 2008/09 in Prag eröffnet wurde. Ich vermute als Veranstalter eine Tochtergesellschaft der Barrandov Studios. Diese Ausstellung wird 2009 durch Tschechien touren und soll 2010 auch in Berlin zu sehen sein.

 

Erste Eindrücke gibt es von der begnadeten Puppenkostümbildnerin "Molendrix" aus Tschechien, die die Prager Ausstellung besucht und einige Fotos gemacht hat. Der Fledermaushut der Stiefmutter dürfte zwar eine Nachbildung sein, aber die anderen Stücke sind Originale.

 

09.01.2010 Krönender Abschlussball

Pressetext: Zum krönenden Abschluss der Sonderausstellung zum Film "?;3 Haselnüsse für Aschenbrödel" findet der Kostümball in der historischen Schlossküche des Schloss Moritzburg statt. Nach einer standesgemäßen Begrüßung führt der Zeremonienmeister die Gäste durch die Sonderausstellung. Es folgen ein festliches 3-Gang-Menü, die Begrüßung des Prinzenpaares und ein Quiz zum Film. Natürlich gehören auch das Erlernen der passenden Tänze, die Wahl des schönsten Kostüms sowie ein Mitternachtsdessert zum Programm. Den festlichen Abschluss bildet ein Höhenfeuerwerk zur Filmmusik.

Mehr dazu hier.

 

DVD zur Ausstellung 2009 auf Schloss Moritzburg

Carinha (links - haha) , die auch auf der Eröffnung der ersten 3hfa-Sonderausstellung auf Schloss Moritzburg ihr Lied zu Gehör brachte, war von der Schau so begeistert, dass sie dachte, man müsse doch eine DVD über die großartige Eröffnungsfeier und die Ausstellung machen.

 

Wo andere Menschen nur Schwierigkeiten und Hürden sehen würden, sahen Carinha und ihr Verleger Herr Thomé aber nur das Ziel und fingen ernsthaft an, darauf hin zu arbeiten. Unter anderem gelang es ihnen, den Kameramann zu gewinnen, der die ganze Eröffnungsfeier gefilmt hatte, Rechte und Lizenzen für Filmausschnitte zu erwerben und die Einwilligung von Schloss Moritzburg einzuholen und das mehr als einmal - es gab ja soo viele Kleinigkeiten, die abgesprochen werden mussten.

 

Nur mal ein Beispiel, wie das "Business" läuft: Auf der DVD gibt es eine Szene, in der kurz in den "Kinosaal" auf der Ausstellung geschwenkt wird. Man sieht durch die offene Tür ein Stückchen aus dem Bonusfilm "Fünf Sterne für drei Haselnüsse", in dem wiederum ein winziges Stückchen des 3hfa-Films zu sehen ist. Wie Carinha und Herr Thomé feststellen mussten, genügte es nicht, die Rechte an dem Stückchen Bonusfilm zu erwerben, nein, sie mussten außerdem die Rechte für das noch kleinere Stück Originalfilm bezahlen. Und zwar sekundenweise.

 

Ein Jahr nach der Vernissage haben sie es trotzdem geschafft: "Die DVD präsentiert die Ausstellung, die zwischen Oktober 2009 und Februar 2010 stattfand. Damit bleibt die einzigartige Schau der zauberhaften Filmexponate bewahrt und bleibt mit der DVD in liebevoller Erinnerung. Ebenso zeigt die DVD die komplette Eröffnungsfeierlichkeit. Der Regisseur und die Schauspieler (Prinz und König) kehrten dazu nach 36 Jahren zurück an den Filmort. Mit Anekdoten und interessanten Geschichten erzählt u.a. der Regisseur über einen der berühmtesten Märchenfilme des 20.Jahrhunderts.

 

Als Bonusmaterial enthält die DVD Specials über das Jagdschloss Moritzburg und das zugehörige Fasanenschlösschen, sowie einen Fernsehbeitrag (TV Meissen) über die Vernissage mit Interviews und Hintergrundinformationen.

 

Inhalt der DVD

  1. Ausstellungseröffnung am 9. Oktober 2009 - 93 Min.
    anwesende Gäste u.a. Vaclav Vorlicek, Pavel Travnicek, Rolf Hoppe
  2. Dokumentation der Ausstellung - 8 Min.
  3. Bonus: Schloss Moritzburg & Fasanenschlösschen - 2 Min.
  4. Bonus: TV-Beitrag zur Eröffnung 2009 (TV Meissen) - 7 Min.

Sprachen: Deutsch & Tschechisch und Englische Untertitel" (soweit der Pressetext)

 

A propos Untertitel: Ohne Loona-Night aka Katja aus Wales hätte die DVD keine englischen Untertitel. Katja, Extrem-Fan der ersten Stunde und unser Goldesel, was Internet-Fundstücke zum Thema 3hfa angeht, und Carinha haben sich bei der Ausstellungseröfnung kennen gelernt und als Katja von Carinhas ambitioniertem Plan erfuhr, hat sie sofort und unentgeltlich angeboten, die englischen Untertitel beizusteuern!

 

Klasse finde ich auch, dass die DVD genauso zweisprachig ist, wie die gesamte Sonderausstellung. Deutsche und tschechische Sprache stehen gleichberechtigt nebeneinander.

 

Mitwirkende der DVD:
Idee, Kamera & Postproduktion: Sebastian Lewek. Redaktion: Carinha und Adrian Thomé. Übersetzungen: Šárka Atzenbeck (Czech) und Katja Heusing (Englische Untertitel). Fotos: Schloss Moritzburg, Katja Heusing & Jaromir Komárek. Artwork by Don Daniello. Herrausgeber: Adrian Thomé, KingWomba Records, München. Katalog Nummer: KWR 017 DVD.

Erhältlich für schlappe 12 EUR in Schloss Moritzburg (Shop) und im Internet unter www.aschenbroedelinmoritzburg.de