Sende- und andere Termine

 

3hfa im Fernsehen 2021
Der MDR hat schon erste Termine veröffentlicht (erfahrungsgemäß können sich die Uhrzeiten noch leicht verschieben):
Sonntag, 28.11. 15:30 Uhr, ARD  
Freitag, 24.12. 11:00 Uhr, NRK (NO)
 
  12:10 Uhr, ARD  
Samstag, 25.12.
10:20 Uhr, ARD  
     

 

 

 

 

Die Norweger haben 3hfa neu verfilmt

Weihnachtstradition

Wie man weiß, gibt es neben den Tschechen und den Deutschen auf der Welt noch eine dritte Gruppe von Landsleuten, die 3hfa jedes Jahr zu Weihnachten im Fernsehen laufen haben und bei denen der Kult von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird, und das sind die Norweger. Wie ist es nur dazu gekommen? Ich weiß es nicht. Vermutlich ist es ähnlich gelaufen, wie bei uns: Wenn das Märchen einfach immer wieder jedes Jahr im Fernsehen kommt (in NO seit den 1990ern), dann wird es halt zur Tradition. 

Neuauflage

Es geistert ja immer mal wieder die Frage durch den Raum, ob man nicht ein Remake von 3hfa machen sollte. Und in Norwegen ist es nun passiert! Der Weihnachtsklassiker wurde neu interpretiert. Inzwischen ist der erste offizielle Trailer zu sehen. Am 12.11.2021 ist die Premiere.

Mit freundlicher Genehmigung von Storm Films/Nordisk film distribusjon

 

Die Sängerin Astrid Smeplass debütiert in ihrer ersten Filmrolle als Aschenbrödel, ihr Prinz ist Cengiz Al, Star der Jugendserie "Skam". Auch seine beiden Kumpels sind frische Gesichter. Im weiteren Cast sind in Norwegen bekannte und teilweise altgediente Schauspieler versammelt. Der Produzent Frederick Howard erklärte, dass die Neuauflage für die gesamte norwegische Bevölkerung gedacht ist und daher Darsteller für alle Altersgruppen ausgewählt wurden. Regie führt Cecilie Mosl.

 

Aber auch als deutscher Mediennutzer kennt man einige, z. B. Kristofer Hivju als Pferdeknecht (Game of Thrones, Witcher), Thorbjørn Harr als König (Vikings), Bjorn Sundquist als Vinzek-Verschnitt Alfred (Ragnarök, Hänsel und Gretel: Hexenjäger),  Anne Marit Jacobsen als Köchin Rosa (Reise zum Weihnachtsstern), Ellen Dorrit (Der Grenzgänger) als Stiefmutter und mein persönlicher Favorit Nils Jørgen Kaalstad als Privatlehrer (Norsemen, Lilyhammer). Wie im Original wurde ebenfalls ein bekannter Komiker für eine lustige Rolle verpflichtet, nämlich Jonis Josef als Herold.

Norwegischer Einfluss

Es wurde alles ein bisschen "norwegisiert", so spielt der Film in den grandiosen Norwegischen Bergen. Aschenbrödel schießt mit einem Bogen nicht mit einer Armbrust, trägt im Schnee eine dicke Mütze statt bloßer Haare und wohnt zwischen mit Schnitzereien verzierten Holzhäusern im tief verschneiten Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer. Zum Ball schreitet sie über die Brücke der Wasserburg Trakai (Litauen), die nach Sjodalen unter ein schimmerndes Nordlicht verlegt wurde.


Bilder mit freundlicher Genehmigung von Storm Films/Nordisk film distribusjon.

 

Und sie bekommt von Alfred (aka Vincek) keine Haselnüsse, sondern drei Eicheln. Das geht aber klar, weil Eicheln im Norwegischen „Eikenøtter“ heißen, also „Eichennüsse“.

 

Es gibt natürlich auch eine Menge Gemeinsamkeiten, und so ist es nur fair, dass zumindest in der IMDB neben den norwegischen Autoren auch František Pavliček und Václav Vorlíček genannt werden. Bin gespannt, ob die Namen auch im Abspann auftauchen.

 

Seit der Ankündigung des neuen Films wird alles, was damit zu tun hat in Norwegen mit sehr großem Interesse verfolgt. Die Namen der Darsteller von Aschenbrödel und Prinz wurden, als sie endlich veröffentlicht wurden, schon gehypt, und später war auch die Besetzungsliste der Hauptfiguren in sehr vielen Medien zu lesen. Die Erwartungen an den Film sind in Norwegen offenbar gigantisch. Als Ende September ein Plakat erschien, das einen falsch herum gespannten Bogen zeigt, den Aschenbrödel in der Hand hält, meldeten sich Bogenexperten aus dem ganzen Land um auf den Fehler hinzuweisen, woraufhin sich Produzent Howard dazu hinreißen ließ zu behaupten, man habe sich Mühe gegeben, dass alles so historisch korrekt wie möglich sei. Naja, da lässt mich der Trailer aber doch arg zweifeln. Muss ja auch nicht, finde ich. Eine schöne fette Seifenoper, die mich träumen lässt – da brauch ich doch keine historische Korrektheit.

 

Aber eins ist klar: Es ist kein zweites 3hfa. Ich bin trotzdem sehr gespannt. Laut Auskunft von Nordisk Film Distribusjon wird er 2022 in die internationale Vermarktung gehen, Details sind aber noch nicht bekannt.