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It was once a beautiful girl called Cinderella, because it had
to perform all housework from early to late in soot and dirt. It
had a father, who loved it, but a bad stepmother and a still worse
stepsister who did her everything bad they could imagine.
The stepmother gave all beautiful things to her own daughter but
all remaining to Cinderella. Her daughter had beautiful dresses,
but Cinderella had to run around in a smock of rough linen. Therefore
it could not go among people, the stepmother did not even permitt
her to visit the church and from mornings to evening it had to do
hard work. But Cinderella always was in good mood and did not complain,
although only bad things happened to her.
Once her father went to the fair, he asked his daughters what he
should bring along from the city for them. Dora, the stepdaughter,
wanted beautiful dresses and beads and jewels, like no other girl
would have. "And what shall I bring along for you, my dear child?"
the father asked Cinderella. "Oh, dear father", answered modest
Cinderella, "I wish for myself nothing different but the first XXX,
that strikes your face on your way." "now, my dear child, wenn's
far anything is not, this please can I to you fulfill", spoke the
father. The stepmother and Dora however laughed at her because of
their stupidity.
"Und was soll ich dir, mein liebes Kind mitbringen?"
sprach der Vater zu Aschenputtel. "Ach, lieber Vater",
antwortete Aschenputtel bescheiden, "ich wünsche mir nichts
anderes als das erste Reis, das Euch auf dem Weg ins Gesicht schlägt."
"Nun, mein liebes Kind, wenn's weiter nichts ist, diese Bitte
kann ich dir erfüllen", sprach der Vater. Die Stiefmutter und
Dora jedoch lachten sie wegen ihrer Dummheit aus.
Der Vater zog also zur Messe, und als er das
Seine erledigt hatte, kaufte er um des lieben Friedens willen der
Stieftochter, was sie sich gewünscht hatte, obwohl er es lieber Aschenputtel
geschenkt hätte. Der Heimweg führte ihn durch einen Wald. In Gedanken
versunken, ging er dahin, sah weder nach rechts noch links, da streifte
er einen Haselbusch, und ein Haselreis schlug ihm ins Gesicht. Da
dachte er an seine Tochter, brach das Reis ab und nahm es mit. Als
er nach Hause kam, liefen ihm die Töchter entgegen. Dora fragte ihn
sogleich, was er ihr mitgebracht hätte, doch Aschenputtel war froh,
dass der Vater zurückgekommen war. Sie dachte nicht mehr an ihren
Wunsch, und als der Vater die schönen Kleider und die Edelsteine vergeben
hatte, nahm sie das Haselreis mit solcher Freude, als wäre es aus
purem Gold. "Was hast du nur für ein wertvolles Geschenk bekommen!"
Die Stiefmutter und die Schwester lachten, doch Aschenputtel achtete
ihrer nicht und verbarg das Reis in ihrem Kittel.
Der nächste Tag war ein Feiertag, und alle
Leute gingen zur Kirche, nur Aschenputtel musste daheim bleiben. Es
bat die Stiefmutter, ihr doch ein Kleid zu geben, damit es auch in
die Kirche gehen könne, doch die schalt sie und sprach: "Wie, du garstiges
Aschenputtel, du bist voll Staub und Schmutz und möchtest in die Kirche?
Du bleibst daheim, und ich will dir eine Arbeit geben, die soll fertig
sein, wenn wir nach Hause kommen", befahl die Stiefmutter und schüttete
eine Schüssel Linsen in die Asche, damit Aschenputtel sie auslese.
Als die Stiefmutter und ihre Tochter fortgegangen
waren, ging Aschenputtel weinend zum Brunnen, denn es wollte sich
waschen, bevor die Mutter nach Hause kam. Es neigte sich zum Brunnen
nieder, und da fiel ihr das Reis mit den Haselnüssen in das Wasser.
Da schrie Aschenputtel vor Schreck auf und wollte gar hinterher springen.
"Ach, mein liebes Reis", jammerte es, "wie bekomme ich dich wieder."
Wie es so weint und um das verlorene Geschenk jammert, kommt ein Frosch
aus dem Brunnen gekrochen. Er sprang auf den Brunnenrand, blickte
Aschenputtel an und legte eine Haselnuss auf den Brunnenrand. "Ach,
Fröschlein, mein Brüderchen, hast du mir die Haselnuss gebracht?"
Aschenputtel freute sich und griff nach der Nuss. "Dir habe ich sie
gebracht", antwortete der Frosch und ließ die Nuss in Aschenputtels
Hand gleiten, "öffne sie, und was du drinnen findest, ist dein." Mit
diesen Worten sprang er zurück in den Brunnen.
Aschenputtel öffnete die Nuss, und beinahe
hätte sie sie vor Freude und Schreck wieder in den Brunnen fallen
lassen. In der Nuss lag ein Sonnenkleid. "Ach, ist es schön!" rief
Aschenputtel, "und es soll mir gehören. Ob ich es nur anziehen kann.
O weh, ich muss ja die Arbeit verrichten, die mir die Stiefmutter
aufgetragen hat!" sprach Aschenputtel traurig zu sich selbst und eilte
ins Häuschen zurück. Da flatterten sechs Täubchen vom Dach herunter
und ins Zimmer. Drei von ihnen klaubten die Linsen aus der Asche,
die drei anderen zogen Aschenputtel an. Als es sich gewaschen und
das Sonnenkleid angezogen hatte, glitzerte es, dass es eine Freude
war. Die drei Täubchen hatten unterdessen alle Linsen aus der Asche
gelesen, Aschenputtel dankte ihnen von Herzen, und sie setzten sich
wieder aufs Dach.
"Vor mir Nebel, hinter mir Nebel, über mir
die Sonne!" sprach Aschenputtel, als es aus dem Tor trat, und dann
eilte es in die Kirche. Wie es in die Kirche kam, wandten sich alle
Augen nach ihm um, und einer fragte den anderen: "Wer mag das sein?"
Doch niemand kannte es, weder der Vater, noch die Stiefmutter, noch
die Schwester. In der Kirche war auch der junge Fürst, und der ließ
seine Blicke nicht von Aschenputtel. Als die Messe zu Ende war, ging
er ihm nach. Doch kaum war es über die Schwelle getreten, verschwand
es. Er fragte alle, wer denn die schöne Jungfrau sei, aber keiner
wusste eine Antwort. Da nahm er sich vor, am nächsten Sonntag recht
achtzugeben, damit sie ihm nicht wieder entkäme.Aschenputtel
aber sprach vor der Kirchentür: "Vor mir Nebel, hinter mir Nebel,
über mir die Sonne!" und entkam unbemerkt.
Zu Hause zog es das Sonnenkleid aus, versteckte
es in die Haselnuss und trug diese unter einen Stein am Brunnen und
rief in den Brunnen: "Fröschlein, mein Brüderchen, gib gut acht darauf!"
Dann lief es schnell nach Hause, zog sich den groben Kittel an, band
sich das graue Kopftuch um. Und als die Stiefmutter nach Hause kam,
war nichts mehr zu sehen, und die Stiefmutter wunderte sich, dass
Aschenputtel mit seiner Arbeit fertig war.
Dora sprach über nichts anderes als über die
schöne Jungfrau in der Kirche, doch als Aschenputtel sie fragte, wer
das denn gewesen sei, sprach sie: "Was geht's dich an, du liederliches
Ding, kümmere du dich um deine Asche, das ist nicht deine Sache!"
Aschenputtel wusste darüber mehr als alle anderen, doch es schwieg
und verriet selbst dem Vater nichts, aber von da an war es nicht mehr
so traurig wie früher.
Am nächsten Sonntag bat Aschenputtel wieder
die Stiefmutter, sie möge es doch in die Kirche mitnehmen, doch wie
immer sprach die Stiefmutter, es gehöre nicht dorthin; aber es solle
Mohn aus der Gerste lesen, und damit ging sie mit ihrer Tochter zur
Kirche. Kaum war die Stiefmutter aus dem Hause, lief Aschenputtel
zum Brunnen, und es musste nicht einmal rufen - der Frosch saß schon
auf dem Brunnenrand und hatte eine Haselnuss im Maul, die reichte
er Aschenputtel und sagte, es solle die Nuss aufmachen, und was es
dort fände, gehöre ihm. Dann sprang der Frosch wieder in den Brunnen,
und Aschenputtel öffnete die Nuss. Es fand darin ein Mondkleid, das
glitzerte und glänzte wie pures Silber. "Ach, ist das schön!" rief
Aschenputtel verwundert aus, "aber wie soll ich es nur anziehen. Oder
wollt ihr mir, Täubchen, meine Schwesterchen, wieder helfen?" Und
die sechs Täubchen flatterten wieder vom Dach und ins Zimmer. Drei
zogen Aschenputtel an, die anderen drei klaubten den Mohn aus der
Gerste. Und als Aschenputtel fertig war, waren auch die drei Täubchen
mit dem Mohn fertig. Aschenputtel dankte ihnen, und die Tauben flogen
wieder aufs Dach. Aschenputtel machte Nebel vor sich, Nebel hinter
sich und über sich die Sonne und eilte in die Kirche.
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Die Leute waren schon drinnen, und der junge Fürst konnte es kaum
erwarten. Er achtete nicht sehr auf die Messe. Auch Aschenputtel
sah ihn an, aber nur ein klein wenig von der Seite, und als die
Messe zu Ende war, lief es sofort hinaus. Der Fürst war diesmal
schneller, aber was half es ihm - Aschenputtel verschwand vor seinen
Augen. Er war betrübt, weil er sie nicht hatte halten können, ja
gar nicht wusste, woher sie kam. Da entschloss sich der Fürst zu
einer List.
Aschenputtel aber eilte nach Hause, verbarg
sein Kleid in der Nuss. Die Nuss legte es unter einen zweiten Stein
am Brunnen, und als die Mutter nach Hause kam, lag es wieder in der
Asche. Alle sprachen über die schöne Jungfrau und den Fürsten, wie
er nach ihr geforscht hätte, und Aschenputtel wurde rot wie eine Rose
und dann blas wie eine Lilie, aber niemand sah es unter dem grauen
Tuch, das es um seinen schönen Kopf gebunden hatte. Alle sprachen
über den Fürsten und die unbekannte Jungfrau, und jeder, der kam,
wusste auch nichts anderes zu erzählen. Die Stiefmutter aber zischte
wie eine Schlange, Aschenputtel sei es nicht wert, als es bat, es
möchte die schöne Jungrau gerne sehen.
It was once a beautiful girl, that Aschenputtel was called, because it
had to perform all housework from early to late in soot and dirt.
It had a father, who loved it, but a bad stepmother and a still
worse stepsister, who did it all ersinnliche heart wrong. The stepmother
gave all beautiful one to its own daughter, all remaining however
Aschenputtel. Their daughter had beautiful dresses, but Aschenputtel
had to run around in a smock from rough linen. Therefore it could
not go also among the people, the stepmother permitted it not, not
even into the church was allowed it to go, and from mornings to
evening it had to do hard work. But Aschenputtel was always good
mood and complained not, although him only wrong happened. A daily
pulled the father to the fair, there asked he his daughters, which
he should bring along them from the city. Dora, the stepdaughter,
wanted beautiful dresses and beads and jewels, how she would not
have a second girl. "and which am I you, my dear child bring along?"
the father spoke to Aschenputtel. "oh, dear father", answered modest
Aschenputtel, "I wishes himself nothing different one than first
rice, you on the way in the face strikes." "now, my dear child,
wenn's far anything is not, this please can I to you fulfill", spoke
the father. The stepmother and Dora however laughed at her because
of their stupidity. The father pulled thus to the fair, and as he
had settled the Seine, bought he for the dear peace the stepdaughter,
which had wished itself her, although he would have given it dear
Aschenputtel. The way home led it by a forest. Sunk in thoughts,
he went by, saw touched he a Haselbusch neither to the right nor
left, there, and a Haselreis struck him in the face. There it thought
that of its daughter, fallow rice off and carried it forward. When
he came home, the daughters ran toward him. Dora asked it immediately,
what he would have bring along it, but Aschenputtel was glad that
the father had returned. It did not think no more of its desire,
and as the father the beautiful dresses and the jewels had assigned,
took it the Haselreis with such joy, as if it would be from pure
gold. "which you have only for a valuable gift received!" The stepmother
and the sister laughed, but their not that respected and hid Aschenputtel
to rice in their smock. The next day was a holiday, and all people
went to the church, only to Aschenputtel had to remain at home.
It asked the stepmother to give her a dress nevertheless so that
it could go also into the church, but switch it and spoke: "as,
you mean Aschenputtel, you are fully dust and dirt and would like
into the church? You remain at home, and I want to give you a work,
those should be finished, if we come, instructed home "the stepmother
and a dish lenses poured into ash, so that Aschenputtel selected
it. When the stepmother and its daughter had away-gone, Aschenputtel
went crying to the well, because it wanted to wash itself, before
the nut/mother came home. It leaned to the well down, and there
you fell rice with the haselnuessen into the water. There Aschenputtel
before fright cried up and wanted to jump afterwards. "oh, my dear
rice", jammerte it, "as gets back I you." As it cries in such a
way and around the lost gift jammert, a frog comes from the well
crept. It jumped on the brunnenrand, looked to Aschenputtel on and
put a haselnuss on the brunnenrand. "oh, Froeschlein, my Bruederchen,
you brought me the haselnuss?" Aschenputtel was pleased and reached
for the nut. "to you I brought it", answered the frog and let the
nut in Aschenputtels hand slide, "open her, and which you find inside,
is yours." With these words it jumped back into the well. Aschenputtel
opened the nut, and she would have almost let her fall before joy
and fright again into the well. In the nut a sun dress lay. "oh,
it is beautiful!" Aschenputtel called, "and it was to belong to
me. Whether I can only tighten it. O pain, I must perform the work,
me the stepmother laid on!" Aschenputtel spoke sadly to itself and
hurried in the little house back. There six Taeubchen of the roof
and in the room fluttered down. Three of them klaubten the lenses
from ash, three the others tightened Aschenputtel. When it had washed
itself and had tightened the sun dress, glittered it that it was
a joy. The three Taeubchen had read meanwhile all lenses from ash,
thanked Aschenputtel them from hearts, and they sat down again on
the roof. "before me nebulas, behind me nebulas, over me the sun!"
Aschenputtel, when it stepped from the gate, spoke and then hurried
it into the church. As it came into the church, all eyes turned
themselves after it, and one asked the other one: "who may be?"
But nobody could do it, neither the father, nor the stepmother,
still the sister. In the church was also the young prince, and did
not leave its to view from Aschenputtel. When the fair was to end,
it followed to it. But it had hardly stepped it over the threshold,
disappeared. He asked all, who the beautiful virgin was, but none
knew an answer. There it did not plan to take care on next Sunday
quite thereby it it again entkaeme.Aschenputtel however spoke before
the church door: "before me nebulas, behind me nebulas, over me
the sun!" and escaped unnoticed. At home it took the sun dress off,
hid it into the haselnuss and carried these under a stone at the
well and called in the wells: to "Froeschlein, my Bruederchen, give
well eight on it!" Then it ran fast home, put on the rough smock,
put on themselves the grey head cloth. And as the stepmother home
it came, was nothing more to be seen and the stepmother was surprised
that Aschenputtel with its work was finished. Dora spoke about nothing
different one than about the beautiful virgin in the church, but
when Aschenputtel asked her, who it had been, spoke her: "which
geht's you on, you careless thing, care you for your ash, that is
not your thing!" Aschenputtel knew about it more than all different,
but it was silent and told even to the father nothing, but from
then on it was no longer sad as as in former times. On next Sunday
Aschenputtel asked again the stepmother, it may it forward nevertheless
into the church carry, but like always spoke the stepmother, it
belonged not there; but it is to read poppy from the barley, and
thus it went with its daughter to the church. The stepmother from
the house was hardly, ran Aschenputtel to the well, and it did not
even have to call - the frog sat already on the brunnenrand and
had a haselnuss in the muzzle, which it handed to Aschenputtel and
said, it was the nut to open, and which would find it there, belonged
to it. Then the frog jumped again into the well, and Aschenputtel
opened the nut. It found therein a moon dress, which shone glittered
and like pure silver. "oh, that is beautiful!" Aschenputtel called
surprised out, "however as I was to only tighten it. Or want their
me, Taeubchen, my Schwesterchen, again help?" And the six Taeubchen
fluttered again from the roof and in the room. Three tightened Aschenputtel,
the other three klaubten the poppy from the barley. And as Aschenputtel,
finished product also the three Taeubchen with the poppy were finished.
Aschenputtel thanked them, and the pigeons flew again on the roof.
Aschenputtel made nebulas before itself, for nebulas behind itself
and over itself the sun and hurried into the church. The people
were already inside, and which could hardly expect young prince
it. It paid attention not much to the fair. Also Aschenputtel regarded
it, but only a 10pt little from the side, and as the fair to end
was, ran out it immediately. The prince was this time faster, but
which helped it him - Aschenputtel disappeared before its eyes.
It was betruebt, because it had been able to hold it, did not know
at all, from where it came. There the prince decided to a ruse.
Aschenputtel however hurried home, hid its dress in the nut. The
nut put it under a second stone at the well, and as the nut/mother
home, lay it came again in ash. All spoke over the beautiful virgin
and the princes, as it would have researched after it, and Aschenputtel
became red like a rose and then blow like a lily, but nobody saw
it under the grey cloth, which had bound it around its beautiful
head. All spoke about the princes and the unknown virgin, and everyone,
which came, knew to tell also nothing different one. The stepmother
however hissed like a queue, Aschenputtel is it not worth, when
it asked, it would like the beautiful June-grey gladly to see. There
third Sunday came, and again Aschenputtel asked the stepmother,
her it might have carried forward nevertheless into the church.
But the stepmother switch and poured hemp seeds into a tank ash
and instructed it, which grains auszuklauben again. Aschenputtel
said neither nor no, let the stepmother with the sister leave, and
then it went alone to the well, where the frog already waited and
the last nut in the muzzle had. "open it, and which you find, which
is to belong to you; me however you see no more ", spoke the frog.
"oh, my dear Froeschlein, my Bruederchen, as I am to thank you?"
"that is yours, because you were good to us, and therefore is you
to become also lucky!" After these words the frog jumped again into
the well.
Da kam der dritte Sonntag, und wieder bat Aschenputtel die Stiefmutter,
sie möge es doch in die Kirche mitnehmen. Aber die Stiefmutter schalt
und schüttete Hanfsamen in einen Bottich Asche und befahl ihm, die
Samenkörner wieder auszuklauben. Aschenputtel sagte weder ja noch
nein, ließ die Stiefmutter mit der Schwester weggehen, und dann
ging es allein zum Brunnen, wo der Frosch schon wartete und die
letzte Nuss im Maul hatte. "Öffne sie, und was du findest,
das soll dir gehören; mich aber siehst du nicht mehr", sprach
der Frosch. "Ach, mein liebes Fröschlein, mein Brüderchen,
wie soll ich dir danken?" "Das ist dein, weil du gut zu
uns gewesen bist, und darum sollst du auch glücklich werden!"
Nach diesen Worten sprang der Frosch wieder in den Brunnen.
Aschenputtel öffnete die Nuss und fand
darin ein Sternenkleid, das sah aus, als wäre es aus lauter Edelsteinen
zusammengelegt. "O, ist es schön!" rief Aschenputtel erfreut aus, "und
ihr, liebe Täubchen, meine Schwesterchen, wollt ihr mir helfen, es anzuziehen?"
"Gewiss helfen wir dir, und auch die Arbeit wollen wir für dich tun, weil
du so gut zu uns gewesen bist", antworteten die Täubchen und flatterten
vom Dach ins Zimmer. Drei zogen Aschenputtel an, und drei lasen die Samenkörner
aus der Asche. Und als Aschenputtel fertig war, waren die Samenkörner
aus der Asche. Und als Aschenputtel fertig war, waren die Samenkörner
fein säuberlich ausgelesen. Da dankte Aschenputtel ihnen, so lieb es es
vermochte, und sprach: "Nebel vor mir, Nebel hinter mir, über mir die
Sonne!" und ging aus der Tür und eilte in die Kirche.
Voller Sehnsucht wartete der Junge Fürst, voller
Neugierde die Leute, ob die schöne Jungfrau wieder kommen würde, und
- da, da war sie auf einmal, und niemand hatte sie kommen hören -
stand vor dem Altar wie der klare Abendstern, wenn er in der Dämmerung
am Himmel aufleuchtet. Der Fürst freute sich, denn diesmal sollte
sie ihm nicht entkommen, und auch Aschenputtel sah ihn mehrmals an,
denn es dachte, es wäre das letzte Mal, dass es ihn sehe. Er gefiel
ihm, und warum auch nicht, der Fürst war jung und schön und gefiel
allen Menschen. Doch auch diesmal eilte sie vor allen Leuten aus der
Kirche. Aber noch schneller war der Fürst. Er trat zu der Jungfrau
und bat sie, sie solle ihm doch sagen, woher sie käme und ob er sie
nach Hause begleiten dürfe. Aschenputtel aber, es wusste selbst nicht,
warum, schüttelte den Kopf und konnte kein einziges Wort hervorbringen.
Auch als er es bat, es solle ihm doch erlauben, ihm von weitem zu
folgen, schüttelte es den Kopf, ließ vor und hinter sich Nebel fallen
und verschwand aus den Augen. Doch etwas ließ es dennoch zurück -
ihr kleiner goldener Pantoffel war in dem Pech stecken geblieben,
mit dem der Fürst die Straße vor der Kirche hatte bestreichen lassen.
Aschenputtel hatte es nicht bemerkt, war in das Pech getreten - und
ihr schöner zierlicher Pantoffel war hängen geblieben.
Aschenputtel ließ ihn zurück und lief in einem
Pantoffel nach Hause. Kaum hatte es das Kleid ausgezogen und verborgen,
kamen auch die Stiefmutter und Dora nach Hause. Aus ihrer Rede wusste
nun Aschenputtel, dass der Fürst eine List gebraucht hatte, und es
wäre ihm gern böse gewesen, aber sein gutes Herz ließ es nicht zu.
Es hatte nur ein Paar Schuhe, das bei dem Sonnenkleid gewesen war,
und das hatte es dann mit den anderen Kleidern getragen, und so tat
es ihm leid, dass es nun die Kleider nicht mehr werde tragen können.
Nicht lange, so wurde bekannt, der junge Fürst
gehe von Haus zu Haus, und jedes junge Mädchen müsse den Pantoffel
anziehen. Und die sollte seine Frau werden, der er passte, denn der
Fürst dachte nicht anders, als dass es die Rechte sein müsse. "Ob
er mir nur passen wird, Mutter?" fragte Dora. "Du hast zwar eine große
Zehe, mein Kind, aber das soll dich nicht anfechten. Wenn der Pantoffel
dir zu klein ist, haue die Zehe ab", sprach die Mutter.
Als der Fürst schon in jedem Haus gewesen war
und nirgends die Jungfrau gefunden hatte, der der Pantoffel gepasst
hätte, kam er auch in die Hütte, in der Aschenputtel wohnte. Auch
Aschenputtel wollte in die Kammer kommen, doch die Stiefmutter vertrieb
es und versteckte es unter einen Bottich. Da zog sich Dora den Pantoffel
an, und weil er zu klein war, hieb die Mutter ihr die Zehe ab. Das
Mädchen verbiss den Schmerz, ging hinaus in die Kammer und setzte
sich wie eine Königin an den Tisch. Der Fürst sah, dass sie den Pantoffel
trug, und weil er nicht wusste, dass sie sich die Zehe abgehauen hatte,
dachte er, es wäre vielleicht doch die Rechte, wenn sie auch nicht
der schönen Jungfrau glich. "Andere Töchter habt Ihr nicht?" fragte
er die Mutter noch einmal. "Nein, nur diese eine", antwortete die
Stiefmutter, und der alte Vater hätte gern gesagt, dass er noch eine
schöne Tochter habe, aber er fürchtete sich vor seiner Frau.
Da krähte der Hahn auf der Tenne: "Kikiriki,
die Rechte, die ist auch hie!" Die Stiefmutter verjagte den Hahn,
aber der Fürst hatte wohl verstanden, was er geschrieen hatte, und
befahl dem Vater, auch die andere Tochter herbeizuschaffen. Da rief
der Vater Aschenputtel unter dem Bottich hervor, doch das lief schnell
zum Brunnen und sagte, dass es sich waschen wolle. Schnell öffnete
es die Nuss, in der das Sonnenkleid lag. Die beiden anderen Nüsse
versteckte es im Leibchen, und betrat mit einem Pantoffel an den Füßen
die Kammer, wo der Fürst das versteckte Mädchen kaum erwarten konnte.
Und siehe da - die schöne Jungfrau trat ins
Zimmer, und nun erkannten sie in ihr alle das Aschenputtel. Der alte
Vater weinte vor Freude über sein Aschenputtel, und der Fürst trat
zu ihm, nahm es an der Hand und wollte es nicht mehr von sich lassen.
Dora und die Mutter wurden bleich vor Ärger, als sie das sahen und
als sie hörten, wie Aschenputtel zu den schönen Kleidern gekommen
war. Dora musste den Schuh ausziehen und Aschenputtel saß er wie angegossen.
Der Fürst bat sie, sie solle doch seine Frau
werden, denn eine bessere Frau könnte er nie und nimmer finden. Auch
Aschenputtel fand an dem schönen Fürsten Gefallen, und so gab ihnen
der Vater seinen Segen. Als Aschenputtel sich in den Wagen setzte,
drehte es sich noch einmal nach dem Brunnen um und dankte dem guten
Fröschlein - der Hahn und die Täubchen aber kamen herbei, und der
Hahn setzte sich auf den Wagen, die Täubchen flogen über der Kutsche.
Auch den alten Vater nahm der Fürst mit sich, und in der Hütte blieben
die böse Stiefmutter und Dora allein zurück - ohne Liebe und ohne
Freude.
aus: Bozena Nemcova: Der König der Zeit; übersetzung
von Dr. Peter Hrivnák; Verlag Mladé letá; Bratislava 1978; S. 80 -
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