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Libuše Šafránková * 7.6.1953 in Brno verheiratet mit dem Schauspieler Josef Abrhám, Mutter von Josef Abrhám jr., Schwester der Schauspielerin Miroslava Šafránková, 1971 Abschluss an der Dramaturgischen Abteilung des Konservatoriums
Brno |
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Libuše Šafránková ist zum Zeitpunkt des Drehs von 3hfa also schon 19 (genau, Ralf!), hättet Ihr das gedacht? Ihre erste Rolle war die Enkelin ("Barunka") der "Babička" in der TV-Adaption des bekanntesten Buches von Božena Němcová. Auf der neuen tschechischen DVD berichtet Václav Vorlíček: "Vor mir stand die wichtige Aufgabe, die Hauptrollen zu besetzen. Ich habe ein ziemlich unmfangreiches Casting für Aschenputtel gehabt und nachdem ich ungefähr 25 bis 30 Mädchen gesehen hatte, fiel mir ein, dass vor drei Jahren in dem Film Barunka die Rolle der Barunka mit einem Mädchen besetzt war, das mittlerweile im richtigen Alter für Aschenputtel sein müsste. Also habe ich Libuše Šafránková eingeladen, sie hat sich das Drehbuch durchgelesen und war ganz angetan. Man sah, dass sie sich mit vollem Elan damit beschäftigen würde. Wir haben einige Probeszenen gedreht und sie hat das Casting gewonnen." So kam es, dass Libuše Šafránková 1972 die weibliche Hauptrolle in 3hfa bekam. Neben ihrer jüngeren Schwester Miroslava ist Libuše 1975 in "Die kleine Meerjungfrau" (nach Hans Christian Andersen) zu sehen und spielt mit Pavel Trávníček 1982 in "Der dritte Prinz".
Libuše Šafránková dreht immer noch Filme, eine davon ist "Elixír und Halíbela", vorläufig das letzte Märchen, das die Schauspielerin gedreht hat. Darin spielt Libuše die charmante und intelligente Hexe Halíbela, die mit ihrem Sohn Elixír wettet, dass die beiden unausstehlichen, ihnen zur Umerziehung geschickten Prinzessinnen sich nicht ändern werden (natürlich ändern sie sich doch...). Dazu gab Libuše Šafránková der Zeitschrift Televize das folgende Interview:
"In diesem Märchen spielen Sie eine etwas unkonventionelle
gütige Hexe. Gibt es solche Hexen auch in Ihren Vorstellungen?
Wie war bzgl. dieser Rolle die Reaktion bei Ihnen
zu Hause? Im welchen Maße ist für Sie Weihnachten mit Märchen
verbunden?
Libuše Šafránková ist mit dem Schauspieler Josef Abrhám verheiratet. Beide scheuen die Öffentlichkeit, da es immer wieder zu üblen Aktionen der Boulevardpresse kommt. Erst im November 2002 wurde der Gründer des inzwischen eingestellten Magazins "Super", Jiri Janousek zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, der verbreitet hatte, Libuše sei Alkoholikerin und tyrannisiere ihren Mann. Bei solchen fiesen und haltlosen Angriffen kann man sich nicht wundern, dass man als Fan an die Frau nicht herankommt. So habe ich auch leider keine Autogrammadresse für euch.
Der neueste (1999) Spielfilm mit Libuše und ihrem Ehemann Josef Abrhám "Alle meine Lieben" (Všichni moji blízcí) spielt 1938 in der Tschechoslowakei kurz vor der Besetzung durch die Nazis. Der Jude Doktor Jakob Silberstein (Abrhám) kauft statt zu fliehen eine große Villa, in die er mit seiner Frau (Šafránková), den Kindern und seinen ekzentrischen aber liebenswerten Brüdern einzieht. Dort geht das Leben weiter, als ob nichts wäre. Erst als die Brutalität der Nazis auch in Silbersteins Haus ausbricht, entscheidet die Familie, wenigstens David, den jüngsten Sohn zu retten. Sie geben ihn in die Obhut von Nicholas Winton (gespielt von dem Engländer Rupert Graves). Nicholas Winton existierte wirklich und rettete 664 jüdische Kinder, die er aus der Tschechoslowakei nach England bringen konnte. Der Film ist wohl sehr gut, aber auch recht traurig, am Ende kommt die gesamte Familie bis auf David um. Er wurde bisher zweimal im ZDF ausgestrahlt, leider immer zu nachtschlafender Zeit. Leider gibt es die sehr schöne tschechische Fan-Webseite www.cb.ipex.cz/~wendy/actress/ nicht mehr, in deren Gästebuch sich viele rührende Einträge an Libuše persönlich richteten. Das Gästebuch kann man nur noch im Internet-Archiv ansehen (es lohnt sich), danke an Sven (nein, nicht meinen) für den Hinweis. Es gibt auch eine neue Seite mit vielen, vielen Fotos: http://petr-frdlik.net/ls/gallery.htm - danke an Thomas K. für den Tipp! Große Fotos könnt ihr auch in einer norwegischen
Zeitung sehen (Danke an Jim O.!!)
Filmografie
Quellen:
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