2009.1 - 2./3. Januar

Susanne R., Regina, Anni und Dietmar - danke für eure Fotos!!

Zwei Tage nach Silvester fand die erste Aschenbrödel-Party des Jahres 2009 statt - natürlich wieder auf Burg Bilstein. Zum ersten mal seit fünf Jahren war die Party nicht ausgebucht. Das lag wahrscheinlich an dem sehr frühen Termin. So konnten wir diesmal nur 40 Menschen einladen, von denen 10 dann noch krank wurden oder ohne ihre erkrankte Begleitung nicht kommen wollten. Wir feierten also mit halber Besetzung, aber das bedeutete für diejenigen, die dabei waren einfach nur:

Mehr Platz zum Tanzen!

Am Freitag starteten wir zu zehnt mit einem typischen JH-Abendessen: Butterbrot, Milchreis und roter Tee, die wir in Freiheit Bilstein einnehmen konnten. In dem Raum hatte 2003 alles angefangen richtig klasse zu werden. Sven und ich wurden also gleich zu Beginn der Feierlichkeiten 2009 sentimental...
Aber wir waren nicht zum quatschen, sondern zum Trainieren hier. Also los und die Tanzfiguren geübt, damit wir einander beim Ball keine Schande machen!

In den Pausen zauberte Claudia (die mit den guten Ideen und den Quizfragen) ein tolles Spiel hervor: Zu zweit musste man 3hfa-Begriffe erklären. Abwechselnd sollte man Wörter zu einem Satz aneinander reihen, allerdings ohne sich vorher abzusprechen. Ganz schön kniffelig, aber das Raten war auch nicht ohne. Manchmal war es aber auch ganz einfach:
Person 1: "Darauf"
Person 2: "reitet..."
Alle aus vollem Hals: "NIKOLAUS!!"

Schnee gab es nicht, aber wenigstens war alles noch gefroren und so unternahmen wir am Samstag morgen bei schönstem Sonnenschein erst mal einen Spaziergang.
Zwischen Spaziergang und Mittagessen stellte sich heraus: Das witzige Begrifferaten war nicht das einzige, was Claudia dabei hatte. Zusammen mit Susanne und Gabriella singt sie im Chor und die drei hatten genug Notenbücher für alle mitgebracht. Von dem bekannten französischen Trink- und Tanzlied Tourdion hatten sie sogar 15 Kopien gemacht - für jeden der theoretisch 15 Freitagsgäste eine. Leider waren wir nur neun, davon waren drei pflichtbewusst mit ihren Frisuren beschäftigt, so sangen wir zu sechst und schafften auch noch alle bekannteren Christmas-Carols - ein gefundenes Fressen für Englischlehrerin Eva!

Mittagessen gab es wieder in der Hauptburg.

Danach, während die Wintersonne auf die Feierhalle schien, war noch Zeit für ein kurzes Nickerchen - die so getankte Kraft würden wir noch brauchen!
Gegen 14 Uhr begannen die anderen einzutrudeln - die meisten waren sehr pünktlich, denn man wollte das Tanztraining nicht verpassen. Am Abend zuvor hatte Sven schon die Technik aufgebaut und so konnten wir gleich loslegen und den Grundstein für das abendliche Vergnügen legen. Die acht Freitagsbesucher waren dabei eine große Hilfe! Es ist doch immer angenehm, wenn man jemanden neben sich stehen hat, der weiß, was die komische Frau da vorne, die immer so rumschreit, eigentlich meint.
Pünktlich um 17 Uhr machten wir Schluss mit dem Training und bauten schnell die Tafel auf. Diesmal ein Klacks, wir brauchten ja nur 30 Plätze.
Um 18 Uhr erwartetet der Präzeptor die Gäste in der Feierhalle. Man wurde gebührlich empfangen und die Namen laut verkündet.


So gaben sich die Ehre:
Roland, Gabi, Susanne und Thomas
Susanne T. die, selbst zum fünften Mal dabei, diesmal ihren "kleinen" Bruder mitgebracht hatte - worüber wir uns besonders gefreut haben! und Marlen aus Vreden mit ihrer Schwester - inzwischen schon bekannt als das nimmermüde Tanzwunder - und einer Freundin.

Zum Auftakt der Feier waren wir dank der Griesheimer Chordamen spontan in der Lage, das Tourdion größtenteils vierstimmig vorzutragen.

Gebannte lauschte uns die Festgesellschaft.

Aber das Erstaunen wuchs noch beim nächsten, bisher geheim gehaltenen Auftritt: Aus fernen Landen beehrte uns Shalah Roni mit einem Tribal-Fusion-Tanz in der in ihrer Heimat üblichen Tracht. Ein Genuss für Auge und Ohr!

Und nun durfte gegessen werden!

Die Festtafel erstrahlte im Glanz der Kerzen und im Prunk der veschiedensten Trinkgefäße, die die Feiernden mitgebracht hatten.

Alle wurden mal wieder reichlich satt und mit vollem Bauch, ein frisch gezapftes Getränk oder eine Flasche Wein auf dem Tisch und für's erste schonmal ziemlich zufrieden löschten wir das Licht und gaben uns ganz dem Grund und Anlass unseres Festes hin.

Aaah, wie schön!

Aber kalt wird einem bei 82 Minuten Sitzen in der zugigen Feierhalle. Da hilft der Kamin, vor dem sich dann viele einfinden, oder ein Schlückchen vom guten Roten.

Mit aufgefrischten Erinnerungen sollte das Wissensquiz nun kein Problem mehr sein.

Während die Köpfe rauchten, bekamen wir hohen Besuch - die Burgherrin und Herbergsmutter Frau Sagafe besuchte unsere bescheidene Feier. Sie ließ es sich nicht nehmen, auch in das Quiz zu schauen, denn sie hatte den Film natürlich während der Weihnachtszeit im Fernsehen gesehen!

Aber sie hatte keine Chance: Siegerin wurde Eva!

Und nun schnell, um es ja nicht zu vergessen das Gruppenfoto!!

Nach der ersten Tanzsuite erwartete uns das dritte Highlight des Abends: Thomas R. brachte uns bei, Feuer zu spucken!

An Silvester hatten sich vermutlich die meisten etwas vorgenommen und Thomas erklärte, dass es einige Überwindung kosten würde, diese Pläne für das neue Jahr auch in die Tat umzusetzen. Auch das Feuerspucken koste Überwindung und so könne es den Wunsch verstärken und dazu beitragen, dass man auch schaffte, was man für sich vorhabe.

Anfängliche Skepsis bei den Zuschauern wich schnell Faszination. Angeleitet von Thomas und unterstützt von seiner bezeaubernden Assistentin Susanne musste man nur ein Becherchen getrockneten Tränen vom feuerspeienden Drachen in den Mund nehmen und dann schnell gegen die Flamme ausprusten, die Thomas einem in sicherer Entfernung vor die Lippen hielt.

Unsere Kräuterkundige im grünen Kleid aber gab sich mit dieser einfachen Erklärung nicht zufrieden. Tränen vom feuerspeienden Drachen?!

Nun ja, nicht jeder kommt an so ein erlesenes Pülverchen. Wer keinen Drachenbezwinger kennt, kann es wohl auch mit Bärlappsamen versuchen...
Beinahe jeder wollte es versuchen und einige brachten beeindruckende Flammenstöße zu Stande. Zum Schluss beehrte uns auch noch der Herbergsvater. Wir wissen nicht, was er sich wünschte, aber bei dieser Feuerwolke müsste es in Erfüllung gehen.

Im Anschluss wurde wieder getanzt - bestimmte Personen konnten gar nicht genug bekommen und wir hatten diesmal auch sechs Tänze auf Lager. Zur allseits beliebten Chapelloise, zur komplizierten aber wunderschönen Indian Queen, zum schwungvollen "Kleinröschens Charme" und dem extrem romantischen Aschenbrödeltanz hatten wir dieses Jahr den im wahrsten Sinne des Wortes atemraubenden Wickler zu dritt und die Schiarazula Marazula zu bieten. Tanzbeschreibungen folgen natürlich noch!

Mit steigendem Alkoholpegel wird es bei der Schiarazula immer schwieiriger, das Tempo zu halten und in die richtige Richtung zu schnipsen und zu klatschen - hihi...

Den Kostümwettbewerb machten wir diesmal wieder auf den Rückseiten der Quizblätter, da es mit den goldenen Nüssen zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll. Aber für 2010 haben wir schon wieder eine bessere Idee...

Leider war ich schon geistig etwas angeschlagen und vergaß zu erwähnen, dass Sven und ich nicht zur Wahl stehen. Da es weitere Svens und Kathrins auf dem Ball gab, musste ich fünf oder sechs Personen um eine Präzisierung ihrer Stimmzettel bitten.

Aber am Ende standen die Sieger eindeutig fest:

Auf der Herrenseite gewann Dietmar - er war als silberner Prinz gewandet und hatte in diesem Kostüm schon in Moritzburg gefeiert. Offenbar weil bei uns immer gleich alle Plätze vergeben gewesen waren, hatte er seiner Frau im vergangenen Jahr die Reise nach Dresden geschenkt, wo sie auf dem Ball in Adams Gasthof viel Spaß hatten.

Bei den Damen lagen Manuela als hübsche Magd und Anni in ihrem unglaublich detaillierten und aufwändigen schwarzen Gewand gleichauf.

 

Dietmars Frau passte perfekt zu ihm. Unsere drei jüngsten Fans und die Früchte ihrer mittäglichen Anstrengung!
Das sieht aus, als hätten wir nur rumgesessen, aber wir haben praktisch dauernd getanzt - und dabei konnte man so schlecht fotografieren ;-)
Gegen drei Uhr wurden wir dann aber doch müde. Viele waren schon im Bett und die letzten Unverwüstlichen scharten sich um einen Tisch um als allerletzen Punkt auf der Festordnung Svenja Pelzels Radioreportage zu lauschen, in der einige der Anwesenden zu Wort kamen.
Dann war aber endgültig Schluss.
 

 

 

   

Der nächste Morgen war trüb, aber es hatte in der Nacht ein bisschen geschneit und alles war weiß überpudert. Langsam fanden sich die ersten zum Frühstück ein nicht ohne vorher etwas von dem schmutzigen Geschirr vom Vorabend aus der Feierhalle mitgenommen zu haben.

Gerade hatten wir uns gesetzt, da öffnete sich die Tür und Herr Sagafe betrat mit einer Kollegin den Raum um uns mit zwei Dudelsäcken die Aschenbrödelmelodie vorzuspielen *schnüff*... sowas rührt mich immer.

Leider schliefen die meisten da noch, aber nach und nach trudelten alle ein.

Das Frühstück war mal wieder ausgezeichnet und die Feierhalle schnell wieder aufgeräumt. Und so hieß es gegen 12 Uhr Abschied nehmen von einander und von Burg Bilstein.

Es war ein wunderschönes Fest mit gutem Essen, vermutlich noch besserem Bier und leckerem Wein, einem schönen Film, viel, viel schwungvollem, lustigem und geselligem Tanz, mal wieder ausgesprochen lieben, hilfsbereiten und bewegungsfreudigen Leuten und zwei ganz außergewöhnlichen Beiträgen - dafür noch einmal ganz großen Dank an Thomas und Silke!!

Wir haben noch Zeit für ein letztes Foto.
Eva hatte sogar noch Zeit, Sven und mir beim Aufräumen unseres Kleinkrams zu helfen - danke!
Aber irgendwann muss man sich ja mal losreißen.

 

Also tschüss Burg Bilstein, bis 2010 -
wir geruhen bestimmt mit allen dreißig Leuten zu kommen!