Ausgabe 2008.1
12. Januar

Andrea war fleißiger als ich und schneller mit ihrem Bericht fertig und so könnt ihr hier nun endlich auch mal was anderes, als immer nur meine Eindrücke und meine Meinung lesen. DANKE, ANDREA!!

 

Meine erste Aschenbrödelparty von Andrea E.


Es ist schon ein paar Jahre her, da erhielt ich kurz vor Weihnachten von meiner Schwester eine Brigitte-Zeitschrift, in der ein Artikel von der Aschenbrödelparty zu finden war. Ich war wie vor den Kopf gestoßen: Bislang habe ich geglaubt, ich allein sei der größte Aschenbrödelfan, denn in meiner Umgebung hat man mich seit dreißig Jahren wegen meines Lieblingsmärchenfilmes belächelt – und nun dies! Es gibt noch mehr Leute wie mich! Zu dieser Party musste ich unbedingt hin, das stand fest. Leider habe ich mich immer zu spät um die Anmeldung gekümmert. Dieses Jahr hat es endlich geklappt.

Schon den ganzen Dezember freute ich mich auf die Party. Ich hatte nur sehr wenigen davon erzählt, denn irgendwie wollte ich dieses Erlebnis für mich ganz alleine genießen. Ich wollte nur mit Menschen zusammen kommen, die ebenso begeistert von Aschenbrödel sind wie ich. Dann kam endlich der große Tag und ich war sehr aufgeregt.

Als ich auf der Burg eintraf war die Scheune schon vorbereitet und es waren auch schon einige Teilnehmer da. Jemand kam auf mich zu und übergab mir den Zimmerschlüssel. Ich war so nervös weil ich niemanden kannte und war ganz froh, dass ich mich erst mal mit Betten beziehen beschäftigen konnte. Danach ging ich wieder in die Feierhalle und setzte mich einfach irgendwo dazu. Als ich kam hatte ich den Eindruck, alle würden sich schon untereinander kennen doch es stellte sich heraus, dass das nur bei einigen der Fall war.

Um die Wartezeit etwas aufzulockern begann Kathrin mit einer ersten Tanzlernrunde. Das hat mir Riesenspaß gemacht. Nach und nach kamen immer mehr Teilnehmer und irgendwann löste sich die Tanzrunde wieder auf und man ging sich umziehen. Besonders spannend fand ich, wie alle nach und nach verkleidet wieder kamen. Was für tolle Kostüme! Und ich war allerdings überrascht, dass keine Aschenbrödelballkleider vertreten waren.

Das Essen war superlecker. Ich hätte gerne mehr gegessen aber irgendwann war mein Bauch voll. Dann der Film und das Aschenbrödelquiz. Danach gings erst richtig los. Es wurde viel getanzt, meist in zwei Gruppen, denn der Platz reichte nicht für alle aus. Während die einen tanzten unterhielten sich die anderen. Ich hatte geglaubt, dass sich die Gespäche nur um den Film drehen würden aber das war gar nicht so. Man erzählte sich wer man war, wo man herkam, was man so machte im normalen Leben u.s.w..

Eine tolle Idee fand ich auch das Wahlverfahren für das beste Kostüm.

Ach ja, und dann gab es ja auch noch die Zaubervorführung, die hatte ich fast vergessen. Sie hat vor allem für Gesprächsstoff gesorgt, weil hinterher diskutiert wurde, wie denn nun die Tricks funktionierten.

Und immer wieder wurde getanzt – auch wenn ich nicht immer mitgemacht habe, das Zuschauen hat auch Spaß gemacht.

Ich war überrascht, wieviele Männer da waren und erfreut wie fleißig sie mitgetanzt haben. Tanzfreudige Männer muss man normalerweise suchen!

Irgendwann nach Mitternacht forderte mein Körper sein Recht – ich bin nächtelange Parties nicht mehr gewöhnt – und ich legte mich zu Bett. Ich weiß nicht wie es anderen gegangen ist aber ich habe gut und tief geschlafen. Meine Zimmernachbarinnen kamen zwar erst später aber sie waren sehr rücksichtsvoll und leise, ich habe sie nicht kommen gehört. An dieser Stelle vielen Dank an euch!

Am nächsten Morgen haben wir alle gemeinsam (wer wach war) noch die Feierhalle aufgeräumt, dann bin ich frühstücken gegangen. Dort gab es nochmal Gelegenheit, sich auszutauschen. Vor allem Adressen oder E-Mails wurden ausgetauscht. Manche haben sich gleich für nächstes Jahr angemeldet. Ich wäre gerne länger geblieben aber ich wurde um 11 Uhr bereits auf der nächsten Party erwartet und hatte noch mindestens eine Stunde Fahrt vor mir, deshalb habe ich mich bereits um 10 Uhr verabschieden müssen.

Inzwischen sind schon wieder so viele Monate vergangen und der Alltag überdeckt die Erinnerungen. Wie schön ist es da, die Foto-CD anzusehen! Die Bilder wecken den Wunsch, wiederzukommen und – wer weiß – vielleicht klappt es und ich bin bei der nächsten Runde wieder dabei.

Viele Grüße an alle Aschenbrödelfans von


Andrea

 

 

Wer hat Lust, auch einen kurzen oder langen Partybericht zu schreiben? Meldet euch!

 

Und jetzt ich:

Danke an Susanne T., Silke R., Regina nebst Töchtern, Claudia, Andrea E., Martin, Nadine K, Sonja und Katja für eure Fotos!!

Bei der ersten Aschebrödel-Party im Jahr 2008 war geplant, den Aschenbrödel-Triathlon zugunsten von noch mehr historischem Tanz wegfallen zu lassen. Meiner Meinung nach eine gute Idee - Sport ist Mord.

Schon um 14:30 haben wir mit dem Tanzen angefangen - herrlich! Dahinter stand natürlich auch die feste Absicht, es diesmal nicht zu so einem Chaos wie im letzten Jahr kommen zu lassen, als ich mich beim Erklären der Chapelloise ganz leicht übernommen hatte.

Also ging es noch unkostümiert nachmitags los. Fotografisch festgehalten haben wir leider nur die Tanzpausen...

Wie immer war das Aufbauen der letzten vier Tische, des Büffets und das Sicherstellen der Getränkeversorgung kein Problem - Danke an alle fleißigen Helfer!


Zum Essen gab es Hühnchen (wie für Dora) - aber keine Servietten. Ich weiß auch nicht, wieso - gab es nicht immer welche von der JH? Oder haben wir die sonst mitgebracht?

Egal, es mundete jedenfalls wie immer köstlich und war reichlich! Vor allem die Hühnchen müssen gut gewesen sein - es wurde gern nachgenommen und selbst kalt schmeckten sie später noch einigen Leuten... Der erste Schock für mich kam nach dem Essen: "Kathrin, ist noch Wein da?" Ähh... da muss ich mal in der Hauptburg fragen. Wahnsinn, die 30 vorbestellten Flaschen waren schon leer.

Wie schön, vertraute Gesichter zu sehen - und nette neue Leute!

Julie, die Gewinnerin des Kostümwettebwerbs 2007 mit ihrer fröhlichen Mutter Anke - ein sonniges Paar! Die immer vergnügte Sonja mit der unglaublichen Haarpracht - Rapunzel ist nichts gegen dich - und ihre sympathische Schwester Katja. Drei Grazien mit Schapel - Nicole, Karin und Sandra in festlichen Gewändern
Wolfgang und Maike aus Gummers-bach waren nach einem Jahr Pause auch wieder dabei - sie hatten kurz zuvor noch ein Radiointerview zum Thema gegeben. Martina und Anke aus Berlin haben anlässlich der Party gleich mal einen Kurzurlaub im Sauerland gemacht. Unser Dekomann Hardy diesmal in bunt - ob das beim Kostüm-wettbewerb hilft? Ganz besonders haben wir uns über Ramonas Kommen gefreut - sie ist unsere Tanzlehrerin der ersten Stunde!
Susanne T. - treue Seele, strahlende Ballschönheit und fleißiges Brödel von Anfang bis zum absoluten Ende der Party - neben ihr Andrea ganz allein auf ihrer ersten 3hfa-Party - so hat's bei Susanne auch angefangen... SELTENHEIT!! Zwei Menschen,die wir schon lange vor unserer Aschenbrödel-Zeit kannten: Schlagzeuger-Kollege Christian und seine Prinzessin Goldkehlchen aka Nadine - schön, dass ihr dabei wart! Claudia und Susanne (nicht im Bild), die wir enfach schon mal zu den Stammgästen zählen, haben Miriam und Eva mitgebracht - oder wie ich vermute: Claudia hat sich einfach noch zwei Zofen mehr angeschafft - gutes Personal kann man ja nie genug haben.
Andrea und Ulrike die sich noch als Nachrücker platzieren konnten. Simone und Nadine waren auch zum ersten Mal dabei und ziemlich fleißig auf der Tanzfläche! Silke und Kai kamen ganz aus unserer Nähe und beehrten uns in edlen Kostümen auf Burg Bilstein.
Sven und Larissa kamen recht spät, kriegten aber natürlich trotzdem noch einen Platz und was zu essen. Zumal sie mit völlig unnötigerweise einen wunderschönen Trinkbecher mitbrachten und damit eine gute Idee hatten... Familie Thomas mit Claudia (vorn) - Mädels, ihr seid ja alle so NETT!! Und Annis Outfit ist einfach nur der Wahnsinn! Liebe Grüße ins Lipperland! Barbara und Philipp, die mit zwei Freunden aus der Schweiz angreist waren - und endcool am nächsten Tag nur einen Teil der Strecke zurück fahren und sich unterwegs spontan was zum Übernachten suchen wollten - entspannter geht's nicht.
Nina mit lila Robe und der Original-Ballfrisur der Königin und ihre Tante Katrin als Jägerin - Altersunterschied: 7 Jahre (wir verraten nicht, wer die Jüngere ist). Stefan (links) und Yvonne (ganz rechts) in Pelz und Leder - sehr ansehnlich! Edith und meine Lieblingsnachbarin, Trauzeugin, Stylistin und Vorzeigemutter Gabi - gerade beim Binzeln erwischt. Aber Gabi kann auch ganz anders...
Birgit und Markus (glaube ich), die ziemlich schnell unsere Spezialtänze konnten. Auf dem Foto leider nicht zu sehen ihr Freund Olli mit dem glücklichen Dauerlächeln. Babsi und Gabrielle - von euch weiß ich noch Babsis Stiefel und Gabrielles Locken - und den Spaß, den ihr beim Tanzen hattet! Und was wäre der Abend ohne "Die letzte macht das Licht aus"-Britta ! Sie hat diesmal Matthias die Ehre ihrer Gesellschaft sowie ziemlich vieler Tänze gewährt. Deine Energie möchte ich haben!

 

Und das waren noch nicht alle, die sich an diesem Abend zu Tanz und Vergnügen eingefunden hatten!

Nach dem Essen durften wir eine Zaubervorstellung genießen. Martin aus Holland war 2007 zum ersten Mal auf der Party gewesen und hatte sich gleich mit ein paar beeindruckenden Zaubertricks eingebracht. Diesmal wollte er das noch toppen - aber dazu brauchte er eine Assistentin.

Seine Wahl fiel auf Sonja, die bestimmte, aus welchem "Goldbarren" er Süßigkeiten hervorzaubern sollte. Die Spannnung war greifbar, als Martin einen um den anderen hohlen Goldbarren öffnete und wirklich erst aus dem letzten, aus dem, auf den Sonja gezeigt hatte, Süßigkeiten hervorquollen, die dann an alle verteilt wurden.

Dann durfte Sonja auch noch die vom Meister auf Zuruf aus dem Publikum verzauberten Karten abzählen. Man hatte sich auf eine bestimmte Karte geeinigt und auch auf eine Zahl - die 25. Karte sollte es sein. Sonja zählte - und wirklich: Die 25. Karte war die gewünschte Kreuz Sieben.

Dass Martin überhaupt pünktlich erscheinen konnte, war übrigens seiner Freundin Patricia zu verdanken! Nachdem Martins Auto auf dem steilen Weg zur Burg hinauf das Qualmen angefangen hatte, hatten wir es Patricia zu verdanken, dass die beiden MIT Auto den Parkplatz erreicht hatten.

Dabei waren sie allerdings der lieben Gabi ins Gehege gekommen, die gerne auch den Berg hinauf gefahren wäre, aber vor sich leider einen liegengebliebenden Wagen hatte. Gabi sah nur das gelbe Nummernschild, das für Sauerländer so was wie ein rotes Tuch ist. Nee, wir mögen die Holländer, ehrlich! Vor allem, wenn sie bei uns Ferien machen und ihre holländischen Euros im HSK lassen - nur dass sie dazu auf der Suche nach einem laufenden Skilift unsere Straßen unsicher machen - das schmeckt uns nicht so. Gabi sah also nur gelb und bedeutet "dem Holländer" recht ungeduldig, er möge doch bis in die nächsten Hauseinfahrt vor fahren und sie vorbei lassen. Das klappte aber nicht. Schließlich stieg Gabi aus und wollte die Niederländer gerade so richtig parat machen, da erkannte sie Martin vom letzten Jahr wieder und überlegte sich das schnell anders. Später hat sie Patricia dann noch gratuliert - dass die holländischen Frauen auch besser fahren, als die Männer (genau wie bei uns - ähem), hat Gabi wieder versöhnt.

Schwamm drüber. Es wurde nun höchste Zeit für das eigentliche Event des Abends: den Film!

Wie gehabt bauten wir unseren feinen Beamer vom Discounter und die Dialeinwand unserer Vermieter auf (zum Glück ist der Film nicht in Breitwand) und schon konnte es losgehen.

Ich glaube, alle hatten sich schon in der Weihnachtszeit nicht zurückhalten können, trotzdem ist es immer wieder schön. Und in einem so urigen Saal mit knisterndem Kamin unter 50 anderen Aschenbrödelverrückten zu sitzen, ist noch mal ganz was anderes, als alleine zu Hause auf dem Sofa!

Da das Wetter nicht gerade aschenbrödelig ausfiel, und die Feierhalle in den Tagen zuvor schon von einer Gruppe benutzt und schön geheizt worden, war uns diesmal auch nicht so kalt.

 

 

Es folgte das obilgatorische Filmquiz - diesmal waren die einfachen Fragen von Claudia, hier rechts im Bild -

Danke nochmal!

Gewonnen hat aber Silke!

Obwohl sie auch eine heiße Anwärterin auf den Preis für das beste Kostüm war - als DREI Haselnüsse (man beachte die Arme!)

Getanzt haben wir buchstäblich bis zum Umfallen - ich war noch nie so fertig!!
Oder liegt es an meinem hohen Alter?
Aschenbrödel-Tanz
Den Kostümwettbewerb haben diesmal
zwei Herrenkostüme gewonnen:
Yvonne im Jägerkostüm und - endlich mal - Hardy!
Es war KEIN Ball-Aschenbrödel anwesend! Auch mal was Neues.
Das Gruppenfoto haben wir vergessen.

 

TANZEN!!!

Ich konnte um zwei Uhr nachts nichts mehr, nicht mehr reden, nicht mehr trinken, nicht mehr lächeln,
dabei war ich sooo glücklich!!
Wer da noch wach war (s.u.) muss gedacht haben, ich will mit keinem was zu tun haben,
die Wahrheit ist völlige Erschöpfung - also entschuldigt bitte!

Für Hardy haben wir um halb vier noch ein Fässchen von dem guten Veischeder Landbier angeschlagen...

Am Sonntag gab es diesmal keinen Schnee, dafür strahlenden Sonnenschein.

Frühstücken durften wir oben -
trotzdem haben alle sich um den Zustand der Feierhalle verdient gemacht - vielen Dank, dass das immer so reibungslos klappt!

 

Und noch ein Lob:
Diesmal haben wir KEINEN SCHLÜSSEL VERGESSEN!
Obwohl es eine Zeitlang so aussah...

Der Herbergsvater spielte uns zum Frühstück mit einem Kollegen die Titelmelodie auf Dudelsäcken.

Und nachdem uns Susanne mal wieder bis ganz zum Schluss einpackengeholfen hatte, hieß es für uns: Bis in drei Wochen, Burg Bilstein!

Und für euch: Bis nächstes Jahr, ihr Lieben!!