
Was, die Party ist erst eine Woche her und schon gibt
es einen Partybericht???
Naja, ich bin irgendwie noch so euphorisiert, wie Mona das nannte. Aber
ich will trotzdem mal vorne anfangen.
Für die zusätzlichen Fotos vielen lieben Dank an Susanne, Heidi, Tanja
und Petra (bisher) - meine Güte, seid ihr schnell!
Die erste Anmeldung zur 3hfa-Party 2006 ging im März
2005 ein. Das fand ich ziemlich früh, und dachte, das ist sicher jemand,
der die Party auf keinen Fall verpassen möchte, wie schön - aber weitere
Anmeldungen kommen dann sicher erst ab Oktober. Falsch gedacht. Den
ganzen Sommer über kamen Briefe hier an. Überlegt mal bitte: Wer meldet
sich denn zu einer Drei-Haselnüsse-für-Aschenbrödel-Party im SOMMER
an??
Ich kann in der Rückschau nur sagen: echte Fans und
sehr nette Menschen.
Die Vorbereitungen wurden überschattet von der Absage
unserer beiden Musiker. Zum Glück hatten sich Mona und Hardy schon früh
angemeldet. Hardy würde wieder die Feierhalle dekorieren und Mona mit
uns historisch tanzen. Mona hatte vorher in der WDR-Sendung "Wir
warten auf's Christkind" der Moderatorin das Tanzen beigebracht
und konnte sich für die Party deren Aschenbrödel-Ballkleid beschaffen.
Journalisten wollten diesmal auch keine dabei sein - natürlich nicht,
denn das Thema ist ja dieses Jahr - na, ihr wisst
Bescheid.
Freitag morgen dann aber die Hiobsbotschaft: Mona war
krank und würde am nächsten Tag nicht kommen können. Das tat uns sehr
Leid, denn wir hatten uns schon sehr auf sie und ihr Kleid gefreut und
natürlich darauf, dass sie mit den Fans tanzt und wir uns dann mal zurücklehnen
können. So standen wir plötzlich vor der Situation, das Tanzen selber
anleiten und auch auf Monas riesengroße Hilfsbereitschaft verzichten
zu müssen.
Also flugs den Soundtrack eingelegt und los gings.
Äh - wie war das noch? Mit vereinten Gehirnen fielen uns dann doch noch
ein paar Schritte und Bewegungen ein und die konnten wir dann zu Tänzen
zusammenzimmern, die ungefähr dem ähnelten, was Mona und Marcus und
die Musiker Nils und Johannes uns beigebracht hatten. Nachts um halb
zwölf haben wir uns dann noch einen Paartanz in Anlehnung an den Tanz
von Aschenbrödel mit dem Prinzen überlegt. Das musste sein. Aber ob
wir den morgen Abend noch schaffen würden? Sven wollte nun unbedingt
auch noch einen Prinzenhut haben! Nach dieser allerletzten Improvisation
an der Nähmaschine gingen wir erst mal schlafen.
Am
nächsten Tag trafen wir bei schönstem Wetter auf Burg Bilstein ein.
Wir wurden ins Büro gebeten, der Herbergsvater bot uns Stühle an und
dann saßen wir einander gegenüber und er grinste nur. Ich wollte gerade
eine Frage stellen, da klimperte plötzlich ein Klavier auf vertraute
Weise und zu den einsetzenden Klängen des Aschenbrödel-Soundtracks wurde
das Grinsen des Burgherren breiter.
So sind die da drauf. Einfach nur klasse.
Kurz
nach uns kamen auch schon die ersten Gäste an. Jeder fragte, ob es noch
etwas zu helfen gäbe, das fand ich sehr nett, aber wir hatten die Feierhalle
schon soweit fertig und Essen oder Geschirr gab es noch nicht. So vertrieb
man sich die Zeit mit Bettenbeziehen oder einem winterlichen Spaziergang
hinter der Burg.
Hardy
kam um kurz vor fünf an um die Tische zu dekorieren und Tannengirlanden
unter den Deckenbalken aufzuhängen. Ich machte mich schnell aus dem
Staub, als ich eine besonders große Gruppe mit Taschen und Kostümen
beladen anrücken sah. Jetzt aber schnell umziehen und zurück in die
Feierhalle! Zum Glück war ich nicht die erste im Kostüm und die Halle
füllte sich schnell mit Leuten. Alle waren fantasievoll verkleidet,
und als Sven in vollem Ornat mit seinem frisch gebastelten Präzeptor-Stab
die Feierhalle betrat, stand die ganze Truppe im Kreis im vorderen Teil
des Raumes und alle unterhielten sich schon.
Keiner
hatte sich abgesondert, es gab keine Grüppchen, die für sich blieben
und abwarteten, mit was man sie unterhalten würde, es war gleich zu
spüren, dass man Gemeinsamkeiten
hatte.
Wir hatten uns viele Gedanken, gemacht, wie man zwischen den einzelnen
Grüppchen Gesprächsanlässe schaffen könnt, also begrüßte der Präzeptor
alle, fragte nach den Namen und der Herkunft. Aber das war eigentlich
gar nicht nötig. Man unterhielt sich auch so schon über was einem gerade
so einfiel und ich glaube, im Laufe des Abends wurden noch einige Freundschaften
geschlossen ;-)
Ich
hatte ganz vergessen zu sagen, dass man sich gern schon mit Getränken
versorgen konnte, die wir im kühleren Vorraum gelagert hatten. So saßen
wenig später alle brav an der großen Tafel ohne etwas zu trinken. Das
wurde schnell geändert.
So
viele Menschen, wie sich daraufhin anboten das Essen aus der Küche zu
holen, brauchten wir gar nicht. Im Nu war alles geholt und das Büffet
wurde eröffnet. Oder sagen wir, das warme Jugendherbergsabendessen konnte
eingenommen werden. Es war angerichtet wie ein Büffet und bot mehr Auswahl,
als auf dem Aushang an der Küche zu lesen war. Dazu gehörte auch ein
Teller mit vergoldeten Haselnüssen. Überhaupt ist es sehr komfortabel,
wenn man sich weder ums Essen, noch um die Getränke, die Spülmaschine
oder die Unterkunft kümmern muss, weil das alles die lieben Menschen
der Burg Bilstein machen - also lobt meine angeblich so großartige Organisation
mal nicht so sehr - ich hab bloß ein bisschen telefoniert.
Beim
Essen hatte man Gelegenheit, seine Tischnachbarn kennen zu lernen. So
erfuhr ich, dass Evelyn mit dem Zug aus Coburg angereist war und fünfmal
umsteigen musste, bevor sie bei uns ankam. Kerstin und ihre Tochter
Sophie bezeichneten ihre
Zugfahrt
sogar als "exotisch", leider habe ich nicht mehr erfahren,
warum. Ute hatte zusammen mit ihrem Mann die Party zur Hochzeit geschenkt
bekommen und trug aus praktischen Gründen ihr Brautkleid: "Wann
zieht man das denn sonst noch mal an?". Sie hatte es mit einer
grasgrünen Karnevalsperücke nebst Krönchen komplettiert, was ihr den
Namen "Froschkönigin" einbrachte.
Christiane hatte dasselbe Kleid an, wie vor zwei Jahren,
aber mit verbesserter Schleppe und Kontaktlinsen statt Brille. Sie hatte
ihre Gesangslehrerin mitgebracht, die in ihrer Auftrittsrobe auch nicht
dumm auffiel, sondern glatt als Schneewittchen durchging. Zu dem Grüppchen
gehörte noch Matthias und noch nie habe ich einen Mann derart elegant
einen Vorhang tragen sehen. Dazu eine dicke gedrehte Gardinenkordel
und über die Hose gezogene weiße Kniestrümpfe, sowie eine breitrandige
Brille und eine wahrhaft königliche Haltung.
Nach
dem Essen führten wir den Film vor. Zwar war die Feierhalle schon am
Nachmittag leidlich warm gewesen und wir hatten das Tor und die Fensterläden
geschlossen, dennoch wurde einem bei dem stillen Sitzen kühl und so
wurde der flackernde Kamin wieder dankbar angenommen.
Diesmal
gab es kein dauerndes Gerenne nach Getränken und kein ständiges Kommen
und Gehen der Raucher. Dafür hatten wir wohl mehrere Eichhörner zu Gast
- mit lautem Krachen wurde da mittels Flaschenböden oder Schuhen die
eine oder andere Haselnuss geöffnet - gewisse ungenannt bleibende Personen
setzten dazu gar ihre eigenen Zähne ein. Das kommt davon, wenn man die
Gebrauchsanleitung für Zaubernüsse nicht liest.
Im
Anschluss an den Film gab es das obligatorische Quiz. Da es letztes
Jahr viel zu schwierig gewesen war, hatten wir ein paar einfachere Fragen
ausgewählt. Einigen Gästen war das nicht genug. Sie hatten allen Ernstes
erwartet, dass man schon mindestens die Webseite überflogen haben muss,
um alles beantworten zu können. Gute Idee, das machen wir 2007 ;-) Nach
der Auflösung per DVD wollte eine Dame nochmal die Stelle sehen, an
der Kamil sich vertanzt, sie hatte es
während des Films nicht mitbekommen. Kunststück - da stellt gerade Aschenbrödel
dem Prinzen ihre Fragen, wer kann sich da auf den Hintergrund konzentrieren!
Die
Gewinnerin des Quiz hieß Claudia und hatte gar keine falschen Antworten.
Alles richtig, dieses Ergebnis war uns auch neu - und irgendwie suspekt.
Am nächsten Morgen stellte sich dann heraus, dass Claudia einer womöglich
noch größerer Fan des Films ist, als ich.
Sie hat die Erstausstrahlung von 3hfa noch bewusst
erlebt (ja, ein gewisses Alter kann auch Vorteile haben). Damals lief
zeitgleich auf dem ZDF Cinderella, was ihr vielversprechender klang,
als "Aschenbrödel". Nach dem Film hat sie dann aber umgeschaltet
und noch die letzten 20 Minuten von 3hfa mitbekommen. Schon da hat sie
sich geärgert, dass sie das nicht
gleich
geschaut hat. Vor allem, da sie zwar das Brautkleid aus der letzten
Nuss mitbekommen hat, und sich zusammenreimen konnte, dass in der zweiten
wohl das Ballkleid gewesen war - aber was war in der ersten drin??
Nach einem Jahr Warten lüftete sich das Rätsel dann
endlich - und ein Fan der ersten Stunde war entstanden. Es folgte eine
Durststrecke von mehreren Jahren, in denen Claudia nur auf eine Kassette
mit der Tonspur zurückgreifen konnte. Sie konnte bald alles auswendig.
Bis auf die Stelle, an der sie die Kassette herumdrehen musste und die,
an der Aschenbrödel ihrem Pferd ins Ohr flüstert - das war zu leise.
Und nun, nach 30 Jahren hat sie es zu einer Aschenbrödel-Party geschafft.
Jetzt verstand ich auch, warum sie mit ohne große Worte machen zu wollen,
einen Blumenstrauß mitgebracht hatte.
Ich wusste es doch: Ihr seid irgendwo da draußen!
Dieses Jahr haben wir es auch zum ersten mal geschafft,
ein Gruppenfoto
zu machen!!
Jetzt aber hieß es erst mal die vordersten Tische unserer
großen Tafel wegrücken und tanzen. Der Grund für die Existenz dieser
Webseite ist, dass ich schon immer eine Aschenbrödel-Party machen wollte
(und das auch oft genug entgegen aller Anzeichen völliger Erfolglosigkeit
gemacht habe). Und der Grund, warum ich schon immer eine Aschenbrödel-Party
machen wollte ist, dass ich gerne einmal im Jahr in einem angemessenen
Kleid tanzen möchte.
Und
das sollte jetzt endlich passieren. Nur, wie ging das noch? Gestern
in unserem Wohnzimmer hatten wir uns noch so elegant unter dem Kronleuchter
hinduchgewunden - zum Glück hatte ich mir einen Spicker eingesteckt.
Die Menge der Leute, die sich praktisch sofort auf der Tanzfläche einfanden,
konnte einen allerdings einschüchtern. Dass fast alle sich schon beim
ersten Versuch trauen und gewillt sind, jeden Blödsinn mitzumachen,
ist wirklich selten!
Erst
mal was einfaches. Ein Kreistanz bei dem man zunächst nur mir den Partnern
links und rechts tanzte. Das war schon eng. Wir bildeten einfach zwei
konzentrische
Kreise,
dann ging es ganz gut. Wir hatten den Tanz so gestaltet, dass er auf
die Ballmusik aus dem Film passte und man an der Musik hören konnte,
wann beim Tanzen die nächste Figur drankam. Sven hatte zwar behauptet,
das würde nie funktionieren, aber das Gegenteil war der Fall! Als wir
es einigermaßen beherrschten, fingen wir an, die Partner tanzend zu
wechseln.
Die Damen bewegten sich dabei in die eine, die Herren in die andere
Richtung. Bei den ersten Versuchen gab es großes Durcheinander und immer
wieder musste mit viel Gelächter geklärt werden, welche Frau einen Mann
darstellte. Aber schließlich funktionierte auch das hervorragend. 
Nach längerem Überlegen hatten Sven und ich beschlossen,
den Aschenbrödel-Triathlon diesmal wegfallen zu lassen. Es hatte uns
beim letzten mal einfach zu lange gedauert, der Kostümwettbewerb konnte
erst nachts um drei stattfinden und da war natürlich die Hälfte der
Leute schon im Bett, wodurch einige sehr schöne Kostüme einer Prämierung
entgingen. Das sollte uns nicht nochmal passieren. Nach dem ersten bereits
vielversprechend abgelaufenen Tanz wollten wir daher nun den Kostümwettbewerb
nicht länger aufschieben.
Und schon wieder passierte etwas, das in mir den Verdacht
erhärtete, es dieses Jahr mit ganz besonderen Fans zu tun zu haben.
Wie immer gaben Sven und ich kurz ein Beispiel, wie wir uns das dachten.
Sich kurz mal vorstellen, ein bisschen was erzählen, vielleicht zur
eigenen Herkunft, zur Dauer der Anfahrt, wie man auf die Party gekommen
war oder woher das Kostüm stammte. Normalerweise stellt sich dann nach
längerem Zureden nach und nach die Hälfte der Gäste vorne hin, nach
drei Vorstellungen ist das Mitteilungsbedürfnis der Teilnehmer erschöpft
und man sagt noch seinen Namen und wo man herkommt und das war's.
OK, vor zwei Jahren
war es auch schon ziemlich lustig gewesen, aber diesmal übertraf die
Kostümpräsentation alle Erwartungen.
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| Claudia hatte ihr Personal mitgebracht. Anne
und Susanne durften nur Bauerngewänder tragen, und behaupteten
steif und fest, das wäre im wahren Leben ähnlich. |
Diese Truppe kam aus Köln -
sieht man das irgendwie??
Auf Utes und Dominiks (links) Hochzeit hatten Uwe, Anja und
Christiane (als Aschenbrödel) eine Aschenbrödel-Aktion gestartet.
Wenn ich es richtig im Kopf habe, hatte Ute dazu schon die grüne
Perücke getragen.
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Aus Radevormwald kamen diese beiden. Birgits
und Brittas größte aber unbegründete Angst war, dass noch sechs
andere Damen im gleichen Kostüm auftauchten.
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Tanja, Gillian, Klaudia und Manuela hatten
sich ihre Kostüme geliehen, In Heidis Aschenbrödel-Kostüm aber
steckte richtig viel Arbeit. Auf die Schärpe und nochmal größer
auf die Schleppe hatte Heidis Mutter den bekannten Vogel appliziert,
zum Kleid trug Heidi sogar einen Schleier, der hier gerade effektvoll
herunterklappt (was großes Gelächter auslöste).
Eigentlich wollten sie noch mehr Frauen sein, aber eine Schwangerschaft
verhinderte das.
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Die am eigenen Haupt fehlenden "Aschenbrödel-Locken"
hatte Sandra mit Stoffbändern und Litze ersetzt. Kerstin bekam
das Kleid von den Herbergseltern geliehen, und Markus entzückte
die Massen als "Sarotti-Mohr" oder "gelb-weißer
Prinz". |
Mareike zeigte nur auf die Teile ihres Kostüms: "falsch
gekauft, richtig gekauft, zu teuer gekauft, im Keller gefunden".
Damit hatte sie die Lacher auf ihrer Seite.
Heike trug Coture d'ebay.
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Christiane aus Stuttgart, bekannt von vor
zwei Jahren, hatte diesmal noch zwei Märchenfiguren mitgebracht.
Aladdin (Matthias) in Omas Vorhang und Schneewittchen (Antje)
- original mit ebenholzschwarzem Haar und Lippen so rot wie Lippenst..
äh, Blut.
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Michael hatte seine goldfarbene Jacke von
Hand noch am Abend zuvor fertig genäht! Leider sah man seinen
Dolch nun gar nicht mehr so gut. Auch Frauke überzeugte in einem
SELBSTGEMACHTEN Gewand - Hammer, oder? |
Der Kartoffeldruck auf Ullas Bein konnte von
Rainer nur im angezogenen Zustand auf die Leggins aufgebracht
werden. Dafür stellte Ulla Rainer nun als "Russe" vor.
Das war ihm bisher selber nicht klar gewesen.
Was Ludger darstellen sollte, war hingegen ziemlich deutlich. |
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In Englisch stellte nun Rex aus Australien
seine deutsche Frau Petra vor (die mit den Täubchen),
die stilvoll gewandet war. Sie wurden begleitet von Susanne und
Stefan, die bewiesen, dass man weder ebay noch eine Nähmaschine
braucht, um auf eine Aschenbrödel-Party mit Kostüm zu kommen. |
Susanne trug dasselbe Kleid, wie vor zwei
Jahren, aber mit elegantem Reifrock!
Statt Schleier zierte ihr Haar diesmal allerdings ein Schapel. |
Robert und Inga aus Frankfurt waren so schick,
wie letztes Jahr. Den beiden steht dieser Stil einfach. Nur Roberts
Haare waren noch zu kurz für richtige Locken. |
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Evelyn trug ein traumhaftes
Brautkleid. Sie sagte aber dazu, dass sie Kostümbildnerin
sei und auch Antjes Kleid angefertigt habe, daher wollte sie eigentlich
nicht antreten. |
Gunhilt aus Euskirchen hatte die Party von
ihrem Bruder zur Hochzeit geschenkt bekommen. Ihr Keid stammte
von einem Mittelaltermarkt, ihr Mann Sebastian (später als "der
Glitzerprinz" tituliert) aber hatte sich seine Tunika und
den passenden Hut selbst genäht- was ihm einige Aahs und Oohs
brachte. |
"My name is Hardy"
Sein Kostüm hat der Dortmunder Hardy im Lauf der letzten drei
Jahre perfektioniert. Diesmal neu waren die genialen Lederstiefel,
eine Maßanfertigung aus Tschechien und ein Geschenk zu seinem
Geburtstag.
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Kathrin (aus Chemnitz) und Kerstin hatten
auch etwas selber gemacht: die Fingerbänder an den Ärmeln. Kerstin
freute sich besonders darüber, dass ihr Babybauch unter dem rosa
Kleid kaum auffiel - das zum Hinderungsgrund Schwangerschaft.
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Wahnsinn. Habt ihr schonmal so viele lustige, schöne, liebevoll
gebastelte, professionell angefertigte, unter Aufbietung aller
Ressourcen zusammengestellte Kostüme auf einem Fest gesehen?
Wenn
ihr auch noch die Leute getroffen hättet, die in den Kostümen
steckten, ihr würdet 'ne Woche dauergrinsen, so wie ich.
Was für eine Truppe!!
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Dagmar (Mitte) und Sandra trugen mittelalterliche Gewänder
- Ulrike war irgendwie der Meinung gewesen, die Kostüme würden
gestellt.
Sie hatte dann aber noch ganz gut improvisiert!
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Kerstin und ihre Tochter Sophie kamen aus Hamburg. Kerstin
erklärte die Kostüme: "aus dem Keller, vom Nachbarn, von
Oma, aus der Kleidersammlung" und Sophie ergänzte "doch,
ich hatte eine gute Kindheit". |
Nun hatte jeder zwei Stimmen und konnte das seiner
Meinung nach beste Herren- und das schönste Damenkostüm benennen. Sven
und ich zählten sofort aus und dann musste ich den offiziellen Kostümgewinner-Verkündigungshut
aufsetzen und meines Amtes walten.

Als
bestes Kostüm unter den Herren gewählt wurde - es war klar, er würde
einen Höhenflug kriegen - Ludger!
Das entlockte seiner entgeisterten Freundin einen spitzen
Schrei, hatte Ludger doch sehr zu ihrem Leidwesen schon im letzten Jahr
abgeräumt. Leider hatte Ludger aber zu wenig getrunken, so dass wir
auf seine Ansprache verzichten mussten.
Bei den Damen machte eins unserer fünf Aschenbrödel
das Rennen: Heidi hatte einfach das originalgetreueste
Kostüm. Dafür hatte sie in den letzten anderthalb Wochen vor der
Party ihren sogar Freund sowie ihre sechs Chinchillas sträflichst vernachlässigt.
Gegen solche Skrupellosigkeit kamen Sandras Bänderlocken,
Ullas Kartoffeldruck, Christianes Traum in Satin und Evelyns Kellerfalte
einfach nicht an.
Das Programm hatten wir durch - obwohl einige den Aschenbrödel-Triathlon
vermissten - zugegeben, der war auch lustig. Mal sehen, wie wir das
demnächst einbinden können.
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Alle waren noch wach und nichts stand einem
Tänzchen im Wege. Für den nächsten Reigen mussten wir noch ein
paar Tische wegräumen. Herren und Damen bezogen streng getrennt
voneinander Aufstellung, tanzten zunächst miteinander, dann bildeten
alle eine Gasse und das erste Paar tanzte durch die Reihen nach
hinten. |
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Auch
einen schnelleren Kreistanz hatten wir noch in Petto. Es mangelte allerdings
ein bisschen an Herren. Für das emanzipierte Aschenbrödel von heute
kein Thema - dann tanzen halt Frauen die Männerparts. Das rief immer
wieder großes Gelächter und allgemeine Verwirrung hervor, wenn man mal
wieder vergessen hatte, wer diesmal alles ein "Mann" war.
Der Ruf nach Hüten oder roten Leibchen, wie beim Sportunterricht wurde
laut. Bei der Party 2007 werden wir daher künstliche Bärte austeilen.
Es ging so weit, dass der schnellere Teil des Tanzes
halt irgendwie so durchgetanzt wurde und beim langsameren Teil dann
das große Gerufe und Neuverteilen losging. "Hier fehlt ein Mann!"
"Bist du ein Mann?" "Wir stehen falsch rum!!" Als
wir unseren allerersten Tanz nochmal wiederholten (schließlich konnten
wir den ja jetzt) ging völlig unter, dass alle dasselbe machten und
es gar keine Frauen- und Männerrollen gab. Solange noch zwei Herren
oder zwei Damen nebeneinander standen, gab es keine Ruhe und vor Lachen
konnten wir bald nicht mehr.
Danach brauchten wir erst mal eine Pause. 
Hardy fiel plötzlich ein, dass das alles bei Mona und
Marcus noch ganz anders ausgesehen hatte. Mit ein bisschen Herumprobieren
und der Unterstützung von Inga und Robert bekam er wirklich noch heraus,
wie wir uns auf jener denkwürdigen Party vor zwei Jahren bewegt hatten.
Damals hatte Marcus mit uns auch eine Gasse gebildet und die Paare
nach
hinten tanzen lassen. Irgendwann stoppte er die Musik und der Herr des
gerade "zufällig" vorne stehenden Paares machte seiner Dame
einen Heiratsantrag - schnüff.
Denselben
Tanz hatten wir dann auf der Hochzeit der beiden mit den Gästen noch
einmal gemacht. Und er kam auch diesmal bei den Fans super an. Er war
auch nicht besonders schwierig, so dass wir ihn sogar um zwei Uhr nachts
und mit einigen Alkoholika intus noch gut hinbekamen. Darüberhinaus
geben die sich versetzt nach rechts und links bewegenden Paare ein Bild
ab, wie auf dem Ball im Film. Hach, wie schön!
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So langsam lichteten sich nun die Reihen. Viele
waren schon im Bett und der Rest musste sich vom Tanzen erholen.
Dann aber passierte das Unglaubliche. Um halb
drei wollten die letzten Tapferen nochmal tanzen!! Und nichts
von dem, was wir schon zweimal gemacht hatten - nein, was Neues,
bitte!
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Ich konnte mein Glück nicht fassen. Gestern noch in
unserem Wohnzimmer hatten wir als viertes einen - wie wir fanden - sehr
romantischen Tanz zusammengestellt. Zur Titelmusik sollte ein Paar nur
miteinander tanzen und eine ganze Menge der Bewegungen nachvollziehen,
die Aschenbrödel und der Prinz ebenfalls machen. Also sozusagen engstens
am Original und damit das Sahnehäubchen der Aschenbrödel-Party. Ich
war schon ein bisschen traurig gewesen, weil es schon so spät war und
durch diverse äußere Anzeichen der Eindruck entstehen konnte, dass wir
möglicherweise nicht mehr in der Lage waren, noch etwas dazu zu lernen.
Jetzt aber war die Chance gekommen. Was Neues - nun gut! Zuerst war
es schwierig, und wir wollten schon fast aufgeben (zumal ich um die
Uhrzeit nicht mehr sooo gut erklären kann) aber mehr und mehr setzten
sich die Figuren, die wir erst mal üben mussten, zu einem harmonischen
Ganzen zusammen - und plötzlich lief es. Lalalalaa ....
Einfach traumhaft.
Dann konnten wir nicht mehr. Bis auf drei Leute gingen
nun alle ins Bett. Den Schlüssel ließen wir bei den drei Unverwüstlichen.
Keiner musste morgen früher fahren, wir würden also alle noch beim gemütlichen
Frühstück sehen. Ich dachte ja, das Hardy, der im Zimmer neben uns schlief,
den Schlüssel hätte, fand ihn dann aber morgens auf der Tür zur Feierhalle
steckend. Das war zwar nicht ganz der Sinn der Sache gewesen - aber
letztlich auch egal. Im Sauerland sind Banden marodierender Sonntagsmorgensspaziergänger
eher selten.
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Der nächste Morgen kam viel zu schnell. War
ich nicht gerade erst eingeschlafen? Woher kam dieses penetrante
Geklingel? Erst mal aus dem Fenster sehen. Leider hatte es diesmal
nicht über Nacht geschneit, aber das wäre wohl auch ein bisschen
zu perfekt gewesen ;-) |
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Na schön, also aufstehen, Zähne putzen, zur
Abwechslung mal normale Kleidung anziehen und die Bettwäsche zurück
bringen. Mit etwas gutem Zureden wollten meine Augen nach einer
halben Stunde auch von alleine auf bleiben. Ja, man merkt schon,
wenn man langsam aber sicher auf die 40 zugeht. |
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Ich war um neun in der Feierhalle. Susanne
war auch schon da und gemeinsam räumten wir erst mal auf. Sven
kam ein paar Minuten später und holte uns Kaffee. Gegen halb zehn
kamen immer mehr Leute und ruckzuck war das Schmutzgeschirr von
gestern in der Küche abgeliefert und das Frühstück geholt. |
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Wieder einmal bekamen wir mehr, als man von
einer Jungendherberge erwarten muss: Brötchen und verschiedene
Sorten Brot, Eier, Müsli, Obstsalat und Cornflakes, heißen Kakao
und eine Schale voller mit einem Eisportionierer geformter Nutellakugeln.
Die gefiel Sven besonders, der sich bereits während unserer Party-Vorbereitungen
"Don Lipone di Nutella von der plautzigen Gestalt" betiteln
ließ. Hardy, der sich mal richtig ausschlief, mussten wir schließlich
ein Frühstück zurückstellen. |
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Nach
und nach mussten die Gäste denn doch mal wieder nach Hause. Ich hatte
mir angesichts des riesen Berges Arbeit, den uns Marcus, Mona und Hardy
letztes Jahr nach dem Frühstück noch zu beseitigen geholfen hatten vorgenommen,
die Leute zu bitten, noch eben irgendwas in die Küche zu tragen. 
Das war aber gar nicht nötig. Jeder - und ich meine
wirklich jeder - fragte unaufgefordert, ob man nicht noch was mitnehmen
könnte. Zwei Männer trugen sogar noch einen unhandlichen Tisch zurück,
den wir uns aus der Hauptburg geborgt hatten. Die letzten Gäste wollten
dann unbedingt noch die Tische in der Feierhalle aufräumen.
Wir
hatten noch NIE Leute da, die von selber auf die Idee kamen, dass unsere
U-förmige Tafel vielleicht nicht dem Originalzustand des Raumes entsprach.
Also schön, ich zeigte, wie die Tische gestanden hatten und zackzack,
alles, bis auf Hardys Tisch, stand richtig.
Es
macht Hardy aber nichts aus, allein zu essen, während um ihn herum alles
im Aufbruch war. Wir brauchten am Ende nur noch unsere eigenen Klamotten
zusammen zu packen und nach Hause zu fahren. Dickes fettes Lob an euch
alle!!!
Fazit: Die Aschenbrödel-Party 2006 ist in meiner
persönlichen Rangfolge
zur besten Party aller Zeiten aufgestiegen,
knapp hinter die von 2004.
So eine Konzentration von netten, begeisterten, tanzwütigen
und wahren Aschenbrödelfans habe ich noch nie erlebt.
DANKE!!
Einige haben sich schon für 2007 angemeldet. Es würde
mich sehr freuen, den einen oder anderen irgendwann mal wieder auf einer
Aschenbrödel-Party zu sehen. Vielleicht könntet ihr ja auch mal selber
eine veranstalten -
dann kann ich zweimal im Jahr tanzen ;-D
Liebe Grüße an euch alle!
Kathrin