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Womit soll ich bloß anfangen? Vielleicht mit etwas, womit
es für die meisten der Gäste begonnen hat: Dem Artikel in der Weihnachts-Augabe
der "Brigitte".
2004 hatten sich drei Autorinnen dieser bundesweit bekannten
Frauenzeitschrift als Partygäste angemeldet und gefragt, ob sie Fotos
machen und einen Artikel drüber schreiben dürfen. Nichtsahnend sagte ich
zu. Der Artikel konnte
natürlich erst in der nächsten "Saison", also Weihnachten 2004
erscheinen. Er ist wirklich sehr schön geschrieben und supernett - abgesehen
davon, dass man statt der Brigitte-Mitarbeiterinnen ein paar der toll
kostümierten Gäste mehr hätte abbilden können (zumal die den ganzen Abend
bereitwillig posierten), war ich überglücklich, als ich Anfang Dezember
'04 einen dicken Umschlag aus Hamburg (DER deutschen Pressestadt) bekam
und habe den Artikel sofort bei mir zu Hause an die Aschenbrödel-Wand
gehängt (ich sollte bauen...). Ich ahnte nicht, was für Folgen dieses
Druckwerk noch Wochen später haben sollte.
Wie immer Anfang Dezember hatten sich bis dahin zehn
Leute angemeldet - davon waren zwei meine Schwester und ihr Freund, zwei
waren das Brautpaar vom letzten Jahr und Nr. 5 und 6 waren mein Freund
und ich. Und wie jedes Jahr fürchtete ich, dass dieses mal die Aschenbrödel-Party
nun aber ganz bestimmt ausfallen würde, weil wirklich keiner daran teilnehmen
wollte. Meine Freunde wollte ich auch nicht schon wieder dazu zwingen
(wie in all den Jahren vorher). Die betreffende Ausgabe der Brigitte war
am 8.12. erschienen. Am selben Tag bekam ich die erste mail vom WDR: ob
man eine 15minütige Reportage für "Hier und Heute" aus der Party
machen könnte. Völlig zu Recht, wie ich finde, waren sie endlich auf das
Thema gestoßen. Zwar hätte ich mir eher eine Doku zur Entstehung des Films
gewünscht und dazu, wie der WDR ihn nach Westdeutschland geholt hat, aber
dazu später.
Am
11.12. fragte ich bei der Jugendherberge, wo ich mal wieder grenzenlos
optimistisch 30 Betten reserviert hatte, wie viele denn noch frei seien.
Bis 50 könnte man schon gehen. Ich beschloss, dass das auch meine persönliche
Obergrenze sein sollte. Am folgenden Montag hatte ich gleich drei Anmeldungen
auf einmal in der Post. Am 14.12. rief der WDR an - ob ich in "Daheim
und unterwegs" fünf Minuten live reden wollte. Naja, wenn's zeitlich
passt - es passte. Am selben Tag bekam ich eine email von der "Aktuellen
Stunde" - ein bisschen Filmmaterial für einen ca. 3minütigen Beitrag
wäre schön. Am 18.12. war die Party ausgebucht und die ersten enttäuschten
emails trafen ein. Am selben Tag erfuhr ich, dass zwei Damen auf der Burg
ein Zimmer genommen und geäußert hatten, sie wollten auf die Aschenbrödel-Party.
Der Name stand nicht auf meiner inzwischen geschlossenen Gästeliste -
kurz: die ganze Sache uferte aus.
Ich saß recht häufig am PC und versuchte, alle Interessen
unter einen Hut zu bringen. Vor allem wollte ich vermeiden, dass die Party
zum Spektakel verkam, bei dem die ganzen Bekloppten mit ihren lustigen
Kostümen nur noch für die Kameras posieren mussten, überall Kabel herumlagen,
der ganze Raum ausgeleuchtet wurde und es öfters mal hieß: He, könnt ihr
das nochmal machen?
Diverse emails an die Gäste sollten mir Klarheit bringen,
wie schlimm das mit dem Fernsehen überhaupt war. Die 15-Minuten-Reportage
wollte ich gar nicht. Ich dachte, dass man für 15 vernünftige Minuten
mindestens die ganze Party filmen müsste. Zum Glück meldete sich die Dame
nicht mehr. Die 3 Minuten in der Aktuellen Stunde fand ich eher vetretbar,
aber auch diesem Team nahm ich das Versprechen ab, zwischendurch immer
den Raum zu verlassen und nach dem ersten Tanz ganz Schluss zu machen.
Außerdem wollte ein Dokumentarfilmerpärchen gerne auf die Party - aber
drei Teams war mir dann doch ein bisschen viel. Auch die örtlichen Zeitungen
waren teilweise sehr hartnäckig und ich musste mich mit der Aussage abfinden,
nein, im nächsten Jahr sei das Thema durch, auch journalistisch sei dann
gar nichts mehr zu holen. Aha.
Die zukünftige Gäste waren dafür alle sehr nett und neben
prompten Antworten auf mehrere emails zum Thema "Würdet ihr euch
filmen lassen?" bekam ich auch allerlei Aufmunterung. Weniger schön
waren die manchmal wütenden Anfragen, warum denn diese Party nun einfach
so ausgebucht sei?? Ich versuchte, alle Anfragen schnell zu beantworten
und nett zu bleiben. Auf der Webseite wurde ich etwas deutlicher. Aus
einigen Kontakten entwickelten sich trotz meiner strikten Ablehnung mal
wieder nette und konstruktive Gespräche - das passiert öfter und darüber
bin ich immer ganz besonders froh. Trotzem, wie sehr ich litt, könnt ihr
daran ermessen, dass ich sage und schreibe EIN PFUND abgenommen habe -
und das mir, die ich schon zunehme, wenn ich nur an Diät denke!
Im
Fernsehen lief es gut - glaube ich. Als ich
da saß dachte ich immer nur: Red nicht so schnell und nicht so'n Blech.
Nur mit der Frage "Was finden Sie an dem Film besonders schön"
hatte ich gerechnet, den Rest musste ich improvisieren. Dabei habe ich
versucht, WDR-Interna einfließen zu lassen, wie die "Zimmerantenne"
(sagt die Stiefmutter zu ihrem Hut in einem neu synchronisierten Werbeeinspieler
des WDR für das Weihnachtsprogramm) oder den Hörfilm (der WDR strahlte
2004 den Film erstmals in der Hörfilmfassung des MDR aus), aber leider
wusste die Moderatorin nicht wovon ich rede - oder sie entlockte mir geschickt
Informationen, ich möchte mich da nicht festlegen ;-)
Dann war erst mal Weihnachten. Und zum ersten mal seit
Existenz der Party lehnte ich mich schon jetzt entspannt zurück und freute
mich darüber, dass diesmal das Fest sicher nicht abgesagt werden musste.
Als ich vom Heimaturlaub zurückkam, fand ich weitere Nachfragen vor, ob
man nicht doch zu der Party ... nein, tut mir Leid. Ein ausführlicher
Gästebucheintrag zu dem Thema brachte mich endlich dazu, das Problem zu
erkennen: Keiner wusste, dass es eine private Party ist, keiner wusste,
dass ich jedes Jahr bis eine Woche vorher darum zittere, dass ich bisher
immer draufgezahlt habe, damit ja keiner durch den Preis abgeschreckt
wird, dass man sowas eben nicht einfach auf 100 Gäste aufstocken kann.
Nachdem ich das auf der Webseite erklärt hatte, wurde es etwas ruhiger.
Trotzdem gab es immer noch Leute, die es einfach nicht einsehen wollten,
es gerade erst beim Arzt in der Brigitte gelesen haben, nahe bei wohnen
und auch gar nicht übernachten wollen oder doch so schöne Kostüme haben.
Naja, fragen kostet nichts und grundsätzlich freue ich mich natürlich
über die Nachfrage. Aber mal ehrlich: 2007 ist der Hype garantiert wieder
vorbei und wir dümpeln mit den üblichen 25 Leuten dahin, bis ich mit 50
oder 60 keine Lust mehr auf sowas habe. Journalistisch ist das Thema ja
zum Glück schon im nächsten Jahr durch ;-)).
Die
Aschenbrödel-Party 2005 startete am 15.1. nach zähen Verhandlungen mit
dem Hier-und-Heute-Team, das sich doch noch gemeldet hatte und 48 Gästen
auf Burg Bilstein. Das Team der Aktuellen Stunde wollte sich vorher eigentlich
nochmal melden, hatte das nicht getan und tauchte letztlich gar nicht
auf. Das war mir nur Recht. Wir waren zügig mit dem Aufbauen fertig, dann
zog ich mich für die Kamera auf unserem winzigen Herbergszimmer um (kostenlose
Stripszene!). Zwischendurch trafen die Gäste ein und freuten sich, was
für eine tolle Burg das ist und was für einen wunderschönen Raum wir bekommen
hatten. Ich hatte die Tische mit Mutters Aussteuer belegt und Hardy dekorierte
alles sehr romantisch. Sven musste sich diesmal allein in sein Kostüm
zwängen und unsere beiden Tanzlehrer, die uns schon seit drei Jahren treu
sind, übten noch schnell den Tanz, den sie für den WDR mit uns machen
wollten.
Ein
Grüppchen von fünf Leuten erregte Aufsehen. Sie waren fast alle als Figuren
aus dem Film gewandet. Den Prinzen gab es zweimal, einmal als Jagdausgabe
und einmal als Ballmodell. Besonders Ludger in seinem babyblauen Ballkostüm
mit der natürlichen 70er-Frisur stach hervor. An seinem Kostüm hatte die
ganze Gruppe sowie diverse Mütter gearbeitet. Auch der Prinz-auf-der-Jagd
sah täuschend echt aus. Dann gab es noch ein Aschenbrödel-auf-dem-Ball
mit Vogelschärpe und Kapuzenmantel, eine ziemlich originalgetreue Eule
(zweiter Hingucker des Abends) und die letzte Dame trug, da allen am Ende
die Zeit ausgegangen war, ein "normales" Hofdamen-Kostüm, dafür
aber mit Aschenbrödel-Frisur.
Auch klasse: die beiden Musiker Nils und Johannes konnten
entgegen ihrer vorherigen Absage doch kommen (wie sie mir diesmal bereits
am Mittwoch vor der Party mitteilten - das wird immer besser). Sie hatten
ihren Auftritt auf einer Veranstaltung in Dortmund vorverlegt, um noch
nach Bilstein fahren zu können!
Der
WDR ließ uns - genau wie ich befürchtet hatte - die "dampfenden Schüsseln"
mehrfach den Hof rauf und runter tragen bis wir sagten, jetzt würde uns
das zu schwer. Aber das war es zum Glück auch. Ich musste feststellen,
dass ich zwar gege nüber
dem Filmteam gesagt hatte, ich würde die Leute ansprechen, von denen ich
wusste, dass sie nicht gefilmt werden wolltem, musste aber einsehen, dass
ich zwar wusste, wie diese Personen heißen, aber keinen Schimmer hatte,
wie sie aussahen. Nachem ich fast allen Bettzeug gegeben und die Zimmer
gezeit hatte, wusste ich keinen einzigen Namen mehr zuzuordnen. Peinlich.
Ich bat also in einer leicht karnevalistisch überfrachteten Begrüßungsansprache
beim Essen darum, dass man sich doch bei mir melden möge. Keiner meldete
sich. Naja, dachte ich, dann geht es wohl klar.
 Das
Essen war mal wieder gut und das Bier lecker und es gab sogar eine Magd,
die die Krumen vom Boden auflas. Wir hatten - wie immer - die Herbergseltern
eingeladen, doch mal vorbeizuschauen und dieses Jahr nahm Frau Sagafe
das endlich mal wahr. Aber nicht einfach so, nein, sie hatte dazu extra
eine ihrer zahlreichen Gewandungen angelegt und besuchte uns als Küchenmagd.
Sie drückte sich um die Pfosten der Halle und ließ sich partout nicht
überreden, sich doch dazuzusetzen und ein Bier mitzutrinken. Sowas gezieme
sich nicht und sie wollte ja nur mal gucken, wie die hohen Herrschaften
so speisen (damit durfte sie immerhin mehr, als Aschenbrödel ;-) Sie spielte
ihre Rolle so perfekt, dass mehrere Gäste sie ansprachen und auch mich
fragten, warum sich die Dame denn nicht zu uns an den Tisch setzte.
 Nach
dem Essen gab es den Film. Die Gäste konnten an der Tafel sitzen bleiben,
denn wir hatten uns selbst zu Weihnachten einen Beamer von Aldi geschenkt
und Papas Dialeinwand ausgeliehen. Ich kann nur jedem empfehlen, den Film
auch mal in einer solchen Runde wohlgesonnener Fans zu gucken. Mit Pulikumsreaktionen
sind die geliebten Szenen und freudig erwarteten Kleinigkeiten nochmal
so schön. Der WDR filmte uns dabei, wie wir glücklich den Grund unseres
Festes feierten.
 Das
Quiz war zu schwer und wegen einer Nachlässigkeit meinerseits hatten wir
zwei Sieger. Zu Recht meldete sich nach der Siegerehrung noch unser jüngster
Gast mit derselben Anzahl richtiger Lösungen: Samira, 15, hatte auch aus
der Brigitte von der Party erfahren und ihre Mutter überredet, dorthin
zu fahren. Sie hatte ihr entzückendes Kleid selbst entworfen und mit der
Mutter angefertigt und es wurde ziemlich schnell klar, dass wir es hier
nicht mit einem Hühnchen ohne Federn, sondern einem hartnäckigen, bestens
informierten Aschenbrödel-Fan zu tun hatten. Sie nahm uns zum Glück auch
nicht übel, dass wir alle doppelt so alt waren wie sie. Vielleicht sehen
wir dich ja demnächst wieder - diesmal ohne Mutter, dafür mit Freund ;-).
 Dann
wurde getanzt. Unter Monas und Marcus' Anleitung tanzten wir wie die Gäste
auf dem königlichen Ball. Es dauerte zwar ein bisschen, bis wir alle Schritte
konnten, aber nachdem die Endlosschleife der Ballmusik ein paarmal durchgelaufen
war, funktionierte es ganz gut. Marcus und Mona zählten laut mit und je
länger wir tanzten, desto weniger mussten wir nachdenken und desto mehr
Spaß machte es. Der WDR war entzückt. Wir auch.
 Während
wir tanzten, bereitete Zahira eine ganz besondere Showeinlage vor: Ihren
Aschenbrödel-Tanz - mit Bauchtanzeinlage. Von Berufs wegen Tänzerin hatte
sie diesen Tanz für Ihre Eltern auf der Weihnachtsfeier des Tanzsstudios
uraufgeführt. Als sie von der Party erfahren hatte, hatte sie angeboten,
dies auch für uns zu zeigen. Im Tanz begann sie als armes Aschenbrödel,
das sich aber mithilfe einer Zaubernuss in eine Schönheit verwandelte,
die uns zur Aschenbrödel-Musik mit glitzernden rosa Schleiern verzauberte.
Schließlich kam die Bauchtänzerin in Zahira heraus. Und wenn das auch
sicher für viele unerwartet kam und nicht jedermann einen Bauchtanz mit
Aschenbrödel in Verbindung bringen mochte, eins muss man sagen: Es war
gekonnt. Es war rosa. Es glitzerte. Es war ein Augenschmaus. Dann aber
war der Ball für Aschenbrödel vorbei und sie musste schnell ihren Mantel
überwerfen und fliehen. Dabei verlor sie den Schuh, den der "Prinz"
natürlich fand und zum krönenden Abschluss unsere Solokünstlerin zu ihrem
verdienten Applaus auf die Tanzfläche zurücktrug. Leider wollte der WDR
das nicht filmen.
 Dafür
den Aschenbrödel-Triathlon. So schlecht war ich beim Reiten noch nie.
Andere hatten da mehr Glück. Dafür war das Schießen mit der Armbrust doch
ziemlich schwierig.
Am meisten Kopfzerbrechen machte den Kombattanten aber
das Gemüsesortieren mit weißen Handschuhen. Es wurde fleißig geschaut
und immer wieder nachgefragt um die allerbeste Strategie auszutüfteln
bis man an der Reihe war. Und wirklich: Mehrere Paare schafften es, mehr
als die von mir nach einem Selbstversuch veranschlagten 30 g zu erreichen.
Andere scheiterten an der Maximal-5-Falsche-Hürde und mussten sich mit
8 g begnügen.
Beim
Reiten offenbarte sich manch motorisches Traumpaar. Mit gehobenem Rock
und storchengleichen Bewegungen gelang es einigen ohne einen einzigen
Wackler über den Parcours zu kommen. 
Das Schießen aber ist natürlich auch gemein. Bis man
gemerkt hat, wie hoch man zielen muss, weil die Flugbahn des Bolzens doch
merklich gekrümmt ist, sind zwei Schuss weg und der dritte geht dann schon
aus Nervosität vorbei. Natürlich gibt es auch hier Talente und das Glöckchen
auf der Rückseite unserer Sperrholzzapfen klingelte bemerkenswert oft.
 Mit
50 Leuten dauerte der Triathlon seine Zeit. Der WDR packte zusammen, dann
gesellten sich die beiden Redakteure und der Kameramann noch privat zu
uns. Nur der Tonmensch musste schlafen gehen. Wir waren zwar schon müde,
aber wir mussten doch noch viel mehr tanzen!

Unsere Musikanten waren mittlerweile eingetroffen und spielten auf, Wolfgang
hatte zufällig Bongos im Auto und gesellte sich dazu. Auch mein Lieblingstanz
vom letzten Jahr wurde wieder aufgelegt, die Reihen lichteten sich langsam.
Dabei stand auch der Kostümwettbewerb noch aus. Den müssen wir demnächst
unbedingt früher machen.
Und so war nur noch die Hälfte wach, als wir endlich
zu der besonders interessanten Stelle kommen, wenn die Leute ein bisschen
was über sich erzählen. Leider weiß ich kaum noch was davon... ab 30 lässt
bekanntlich das Gedächtnis nach.
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| Peter und Ludger, gewandet in feinstes Linnen vom Karstadt,
Meschede präsentierten sich als "Die Prinzen" |
Miriam und Maike aus Gummersbach hatten ihre Männer
dabei - sehr löblich! |
Hardy hatte dieses Jahr ein bisschen mehr Zeit für sein
Kostüm und es im Stil des Films abgeändert. |
Mona wollte dieses Kleid eigentlich gar nicht anziehen,
aber das, was ihr gefiel, passte nicht. |
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| Inga und Robert (ursprünglich aus Bayern ) kamen von
Frankfurt angereist, stilvoll mit Schleppärmeln und Lederschuhen. |
Michael und Frauke der Jahreszeit angemessen mit samtenen
Umhängen, Michael hatte dazu noch einen Dolch im Gürtel. |
Anna und Karsten aus Köln beide in Strumpfhosen gaben
den Narren und das Aschenbrödel auf der Jagd |
Anne und Dieter (hoffe ich) in Samt und Seide verkörperten
perfekt ein fürstliches Paar aus Essen. |
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| Lena und Ruth konnten endlich mal ihre Gewänder vom
Mittelaltermarkt tragen. |
Christiane und Michael als Köchin und als Jäger vertraten
den arg unterrepräsentierten Stand der Leute, die das Essen auf den
Tisch bringen. |
Susanne und Sabine, glaube ich, in attraktivem Rot hatten
den Renaissance-Stil besonders gut getroffen. |
Gusti und Sonja in fließendem Silber. Gusti versprach,
den Pullover auszuziehen, wenn sie gewählt würde. |
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| Julia und Christian diesmal leider ohne Krone, die müssen
sie auf dem beschwerlichen Seeweg von ihren Ländereien in der Neuen
Welt verloren haben. |
Karin alias Zahira trug "nur" ihre "normale"
Mittelalter-Gewandung - mit Leder. |
Johannes und Nils in Leinenhemden und Kniebundhosen
hatten schon als Musiker und Tänzer überzeugt. |
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Zu
dieser späten Stunde - es muss so gegen zwei gewesen sein - ließ der Elan
doch langsam nach. Einige konnten und wollten sich nicht mehr vor alle
hinstellen und auch noch was sagen. Besonders die Eule wurde vom Publikum
verlangt, ließ sich aber nicht erweichen. Mit riesengroßem Vorsprung wurde
Ludger, der blaue Prinz, zum Sieger unter den männlichen Kandidaten erkoren.
Seine Freunde benannten sich flugs um in "Gruppe Ludger" und
der Meister selbst hielt am folgenden Mittag noch eine kurze aber herzliche
Dankesrede am Frühstückstisch.
Bei
den Damen hat es mal wieder Mona geschafft. Obwohl ihr das Kleid eigentlich
gar nicht gefiel und sie noch bei der Vorstellung das andere schilderte,
das sie viel lieber angezogen hätte, das ihr aber leider überhaupt nicht
passte, gefiel ihre weiße Robe den anderen sehr und so hat sie zum großen
Verdruß von Marcus, der NIE was gewinnt (außer auf anderen Parties) zum
zweitenmal den Preis für das beste Kostüm vom Publikum bekommen. 
Übrigens knapp vor der Eule, die sich zwar nicht der
Wahl stellen wollte, aber trotzdem von vielen auf dem Stimmzettel genannt
wurde! Danach stellte sich heraus, dass sie nicht nur als Eule gekommen
war, weil die anderen Rollen schon vergeben waren, sondern weil sie sich
auch privat für diese Tiere interessiert. Hätte sie das mal vorher gesagt,
dann wäre ihr der Sieg vermutlich zugefallen.
 
Danach konnten wir wirklich nicht mehr. Ein bisschen
tanzen noch, um nicht im Stehen einzuschlafen, dann gegen 5 Uhr war engültig
Schluss.
Am nächsten Morgen waren einige schon weg, dringende
Angelegenheiten oder eine lange Fahrt machte das notwendig. Als ich in
die Feierhalle wankte, die vom Abend noch in Klump lag, schien die Sonne
und von draußen hörte ich Stimmen. Schnell schloss ich das große Tor auf
und da waren doch tatsächlich schon drei Mädels wach und nicht nur das,
sie hatten sogar schon mal angefangen das Frühstück zu holen! Während
wir einige Tische aufräumten und das Buffet zusammenstellten,
kamen immer mehr verschlafene Gesichter dazu und packten mit an. Zügig
war der kalte Kram von gestern in die Küche gebracht und das Frühstück
stand auf dem Tisch. Jeder bediente sich und wir konnten in der Küche
noch einiges nachholen, nur Eier waren irgendwann aus. Obwohl es Sonntag
war, gab es Brötchen, Müsli und Obstsalat.
Der WDR frühstückte mit und filmte noch ein bisschen
aber da sich keiner überreden ließ, nochmal das Kostüm anzulegen und dann
einen winterlichen Spaziergang zu machen, beschränkte man sich auf Interviews
("Frau Richter, was nehmen Sie von der Aschebrödel-Party mit?"
Äääh.... den Müll? Nein, keine Sorge, mir ist noch was anderes eingefallen
;-). Zum Glück war man wohl zufrieden mit den Aufnahmen, die auf der Party
entstanden sind. Ich kam mir inzwischen blöd
vor, weil ich mich im Vorfeld so angestellt hatte, aber auf der Party
2006 wird es auch nur ein Team geben, wenn überhaupt (noch einer kommen
will). Was anderes wäre es, wenn wir die Party auf der Moritzburg machen
könnten und der Sender zahlt, also überlegt es euch, ihr Öffentlich-Rechtlichen
- ach nee, hatte ich vergessen: nächstes Jahr ist das Thema ja journalistisch
schon sowas von durch ;-)))
Da klar war, dass um 12 Uhr die Veranstaltung zu Ende
war, begannen dann auch schon die ersten, sich zu verabschieden. Von einigen
habe ich später gehört, dass sie an diesem herrlichen Tag noch einen Spaziergang
hint er
der Burg gemacht hatten. Das haben wir auch. Zum Glück konnten wir uns
mit dem Aufräumen der Feierhalle diesmal Zeit lassen. Mona, Marcus und
Hardy, die Unverwüstlichen halfen uns noch bis drei Uhr in aller Ruhe
alles wieder in den ursprünglichen Zustand zu bringen. Ihr seid so nett!!
Dann gaben wir die Schlüssel zurück und verabschiedeten uns von den Herbergseltern.
Die betonten nochmal, wie gern sie unsere Gruppe bei sich auf der Burg
haben
- und dass wir ihnen bloß Bescheid sagen sollten, wenn der Beitrag im
Fernsehen gesendet würde!
Wir sind auch gern auf Burg Bilstein und wir sagen AUF
JEDEN FALL Bescheid, wenn der Beitrag im Fernsehen kommt. Es wird Weihnachtszeit
werden, Saison, ihr wisst schon.
Mein persönliches Fazit: Es hat mal wieder Spaß gemacht
- trotz WDR. Leider habe ich mit viel zu vielen von euch viel zu wenig
sprechen können. Wenigstens hatte ich den Eindruck, dass es euch auch
gefallen hat. Von vielen habe ich ein paar Tage später jedenfalls nette
bis sehr nette emails bekommen. Danke an euch alle! Es war diesmal eine
sehr gemischt Truppe, aber es war erstaunlicherweise keiner dabei von
dem man insgeheim gesagt hätte, nee, mit dem oder der will ich mich aber
nicht weiter unterhalten. Muss an EUCH liegen!!
Zum Schluss muss ich noch eine mail von Sonja (du Liebe!)
zitieren (aber nicht, dass ihr jetzt die falschen Schlüsse zieht - Sonjas
Mann ist auch ein Schatz!!):
"... Auch Sven hat seine Rolle als Gastgeber
sehr gut gemacht. Ihr seid wirklich ein ganz besonderes Paar. Habe meinem
Mann gleich davon vorgeschwärmt, wie super ihr das zusammen gemacht habt
(vielen Dank für alles nochmal an dieser Stelle). Ich möchte auch mal,
dass jemand zu mir sagt: die Technik ist installiert, alles fertig, ein
neues Fass angezapft, wir können mit dem Film loslegen. Das hat mich schwer
beeindruckt. ..."

Ausnahmsweise daher an dieser Stelle mal ein öffentliches
DANKE
an Sven!
Ohne dich hätte ich nie.... usw., du kennst den Vortrag :-*
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