Geboren am 28. 9. 1931 in Zlín kam Jan Libíèek mit dreißig Jahren zum Film, wo er vor allem als Junker, Baron oder Aufschneider auftrat. Seine Rollen füllte Libíèek mit Menschlichkeit und Herzlichkeit, so z.B. die eines Fassadenarbeiters vom Lande, der in "Männer von Welt" (1969) mit zwei Kollegen einen Job in der Großstadt annimmt. Auch im Fernsehen spielte er meist komödiantische Rollen und trat in Unterhaltungssendungen auf. Er wurde mit Preisen bedacht und zählte zu den besten Schauspielern der Tschechoslowakei. Am 24.5.1974, ein Jahr nach 3hfa starb Jan Libíèek im Alter von nur 42 Jahren nachdem er in 38 Filmen vor der Kamera gestanden hatte. zurück
Jiøí Rù¾ièka wurde an der Seite seiner Mutter berühmt, der ebenfalls sehr beliebten und bekannten Schauspielerin Helena Rù¾ièková. Vor allem durch die komische Serie von Zdeòka Tro¹ky "Sonne, Heu, Erdbeeren" (ich hoffe, diese Übersetzung stimmt) wurde er bekannt. Er spielte immer lustige Figuren, bewies in "Sestøièky" ("Die Arzthelferinnen", 1983) aber, dass er auch zu Charakterrollen in der Lage ist. Seit 1996 war er ununterbrochen im Krankenhaus. Jiøí Rù¾ièka starb am 20. Februar 1999 mit nur 43 Jahren. Die Beerdigung fand auf Beschluss der Familie nur im engsten Kreis statt.
Präsident Václav Klaus fand anlässlich ihres Todes einige Worte: "Wir alle hatten sie gerne, sie wird uns fehlen." Milo¹ Vavru¹ka spielte seine erste Rolle vermutlich in Severní pøístav (1953), 1959 gab er den Kavenda in "105 % Alibi" (neben dem unvermeidlichen Vladimír Men¹ík). Bekannter wurde aber "Limonádový Joe aneb Koòská opera" ("Lemonade Joe", 1964), eine ausgelassene Musical-Parodie auf Western-Filme in der Vavru¹ka eine Nebenrolle als Bandit hat. Überhaupt scheint er vor allem Nebenrollen gespielt zu haben. So auch in den beiden Märchenfilmen (neben 3hfa) "Princ a Veèernice" ("Der Prinz und der Abendstern", 1979, mit Libu¹e und Pavel!) und "Jak se budí princezny" (1977, als Förster). Letzterer ist in Deutschland unter dem Titel "Wie man Dornröschen wachküsst" bekannt und wurde fast vom selben Team gedreht, wie 3hfa: Regie führte Václav Vorlíèek nach einem (auf einem Märchen basierenden) Skript von Bohumila Zelenková, die Musik schrieb Karel Svoboda (hört man auch, wie ich finde, es ähnelt 3hfa doch sehr, ohne wirklich heran zu kommen). Noch zwei tschechische Fernsehserien kann ich dank Holger bieten: "Die Depesche aus Usti" ("Sul zeme", 1981) neben Petr Svojtka (wurde 1984 in der DDR ausgestrahlt), sowie die 11teilige Serie aus Barrandov "Sanitka" (1985).
Über Holger Eckert habe ich bisher nur herausgefunden, dass er in dem 1980 erstmals ausgestrahlten 13-teiligen Militär-Serie "Archiv des Todes" neben Gojko Mitic (Boris) und Gerd Blahuschek (Ernst) wohl eine eher kleine Rolle als Stabsoffizier hatte.
Ihre erste Filmrolle war die der Inge in "Das kleine und das große Glück" (1953). Mit 30, also 1956 war sie in der "Stacheltierparade" zu sehen, und zwar in dem knapp 61/2 minütigen Kurzfilm "Persil bleibt Persil" von Richard Groschopp. 1965 hatte sie eine Nebenrolle in dem DEFA-Märchenfilm "König Drosselbart" (mit Manfred Krug in der Titelrolle). 1974 spielte sie (neben Gerd Blahuschek und Joachim Siebenschuh) in dem 3-Teiler "Die Frauen der Wardins" mit, 1977 war sie die Oma in "Das Raubtier" und Frau Kunkel in der Polizeiruf 110-Folge "Ein unbequemer Zeuge" (neben Peter Reusse). 1985 sprach Frau Körner die Frau Borchert in dem Hörkrimi "Feuersteine" von Hans Siebe und Gerhard Rentsch. Aber sie war auch immer wieder für Film und Fernsehen aktiv, zuletzt als Bewohnerin eines Seniorenheims in dem Tatort "Geschlossene Akten" von 1994. In "Drei Haselnüsse..." stellt sie nicht, wie ich zuerst angenommen hatte, Kleinröschens Mutter, sondern Gräfin Stauff ("mit Tochter Imme") dar, danke an Katrin und Uta von www.defa-sternstunden.de. Auch heute noch ist Frau Körner aktiv. In Berlin brilliert sie mit verschiedenen - meist humorvollen - literarischen Programmen vor kleinem Publikum.
Erika Stiska hatte 1966 die Nebenrolle eines Parteileitungsmitgliedes in "Spur der Steine". Dieser Film über den Parteisekretär einer Großbaustelle, der sich vor der Parteileitung wegen unmoralischen Verhaltens und politisch-ideologischen Versagens verantworten muss (Manfred Krug spielt den Vorarbeiter der Baubrigade), wurde zwar für einen der wichtigsten Filme seiner Zeit gehalten, aber kurz nach der Premiere verboten und durfte die nächsten 20 Jahre nicht gezeigt werden. 1989 wurde er wieder aufgeführt und kurz vor der Wiedervereinigung noch ein großer DEFA-Erfolg. 1971 spielt Frau Stiska eine kleinere Rolle als Sekretärin in "KLK an PTX - Die Rote Kapelle", einem Film, der in der Nazi-Zeit spielt. 1972 und 1984 taucht sie ebenfalls in Nebenrollen in zwei Folgen des "Polizeiruf 110" auf (7. Folge "Blutgruppe AB" und 90. Folge "Schwere Jahre").
Genaugenommen handelt es sich bei Rosalie um einen Waldkauz - danke an unsere "Vogelbeauftragte" Petra aus Australien für den Tipp! Der Waldkauz kommt in ganz Mittelauropa recht häufig vor und ist daher eine realistische Wahl für Aschenbrödels Vertrauten. Wer sich für diese Tiere und andere Eulenarten interessiert schaue hier:
Viele finden die Szene mit dem sterbenden Fuchs das traurigste am Film und "Musste der Fuchs wirklich sterben?" lautet eine der Fragen, die mir regelmäßig gestellt werden. Leider ja, aber nicht weil er von einem Filmpfeil erschossen
wurde!! Der Regisseur hat die Entstehungsgeschichte dieser Szene bei
mehreren Gelegenheiten (z.B. bei der Autogrammstunde 2005 im CineStar
Leipizg) erklärt: Für
die Szenen mit dem (noch) lebenden Fuchs wurde ein Tier eingesetzt,
das bei einem Jäger aufgewachsen und zahm war. Wie man deutlich sehen
kann, vor allem wenn man den Film an der entsprechenden Stelle anhält,
wurde der Fuchs an den Vorder- und Hinterläufen gefesselt und ein hakenförmiger
"Pfeil" unter seinen Brustkorb geschoben (das hat Vorlièek
nicht gesagt, aber man sieht es!). Der Fuchs versucht natürlich, dieses
lästige Ding loszuwerden. Man hat den Fuchs
(zurück zu Vorlièeks Bericht) für den Beginn der Jagd frei herumlaufen
lassen, aber leider ist er weggelaufen. Tierfreunde könnten meinen,
er habe seine Freiheit gefunden, aber der Jäger, der ihn aufgezogen
hatte, war sehr traurig, da er überzeugt davon war, dass das zahme Tier,
das niemals jagen gelernt hatte, den Winter nicht überleben würde. Wenn
man so will musste der Fuchs also für den Film sterben. Ob er wirklich
verhungert ist oder ein paar Tage später wieder bei dem Jäger auftauchte,
kann man natürlich nicht sagen. Aber es kommt noch schlimmer: Für die folgenden Szenen, in denen der Oberjäger den erlegten Fuchs hochhält wurde ein wirklich toter Fuchs benötigt. Das wusste der Requsiteur natürlich vorher und hatte bei einem Jäger im Herbst einen Fuchs "bestellt". Der erschossene Fuchs wurde bis zu dem entsprechenden Drehtag in der Tiefkühltruhe aufbewahrt. Daher die verblüffend schnell einsetzende Leichenstarre im Film. Dieser zweite Fuchs musste also auch sterben. Ganz bestimmt aber hätte der Jäger dieses Tier auch dann erschossen, wenn er keine Bestellung durch ein Filmteam gehabt hätte. Ihr könnt euch jetzt selber aussuchen, ob das Filmteam zwei oder gar kein Fuchsleben auf dem Gewissen hat...
Quellen: Men¹ík Libíèek Dbrohlav Rù¾ièka Rù¾ièková Vavru¹ka Eckert Körner Stiska
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